Trampeltier n. 1. Dromedar Banzenh. Su. Dü. U. 2. dicke, schwerfällige Person, die zertritt was ihr unter die Füsse kommt. Anzählvers beim Fangspiel: Eins, zwei, drei, vier, Kummt e schön T., Kann schön danzeⁿ, Frisst Bummeranzeⁿ, frisst Aprikoseⁿ, Macht in di Hoseⁿ Bühl. Das lange T. is allewil eso gscheit! Dü. | | Tier [Tìər fast allg.; Tier M.; Tîr Str. Betschd. W.; Pl. –ər; Demin. –lə S. O. Bf., –l U. W.] n. 1. Tier. E schöns T. ein schönes Stück Vieh Dü. ‘Der löut ène an wie e béses Dier’ Dehli. JB. XI 41. Rda. E jedes Tierl het sin Pläsierl Hf. ‘derselbigen Thierer’ Fisch. Ehez. 320, 8 (G 7ª). ‘Un weyss key deyirr (Teufel?) war Feing or Früng ischt’ Mosch. II 664. 2. grosses Stück, grosses Exemplar. Das is e T. vom e Has, aber auch vom e Baüm, ein grosser Hase, ein grosser Baum Su. 3. ungehobelter Mensch Blotzh. Rda. Er het s T. abglossen er hat sich benommen wie [Bd. 2, Sp. 706a]
ein Stück Vieh ebd.; s. auch Vieʰ Seite 91. 4. sonderbarer Kerl Katzent. 5. grobe, gemeine Weibsperson. E wüest T. Banzenh. Du bis e frëch T. Ensish. 6. Fingergeschwür, Umlauf M. Wortspiel mit 5 JB. IV 77, 18. — Basel 76. Bayer. 618. |
| | |