PfWB LothWB RhWB Samstag, Samstig [Sàmtâk Bühl Ndrröd.; Sàmt Barr; Sàmtâ Str. Ingw. Betschd.; Sòmtâ Wh.; Sàmti Damb. K. Z. Hag. Rothb.; Samtik M. Mark.; Sàmtik Mü. Su. Dü. Co. Henry] Samstag, Sonnabend. Rda. Am e S. dörf s nit rëjⁿeⁿ, ass s Bëttlmaidle s Hëmb kaⁿⁿ trückleⁿ Dü. Var. Am Samsti Noʰmittau soll d Sunn schineⁿ, ass d Bëttllüt d Hëmder an deⁿ Heckeⁿ könneⁿ truckⁿeⁿ K. Z. ‘welche Magd des Samstags jhre Kunkel nit abspinnet, dieselbe Fäden bleichen sich nimmer weiss’ Mosch. in Als. 1851, 100; Als. 1852, 126. — Basel 249. Bayer. 2, 282. | | Pfingst-samstag m.: 'Samstag vor Pfingsten', Pingschtsamschdag (s. PfWB Samstag) [allg.]. In KB-Einselthum werden am P. die drei Ortsbrunnen von Kindern und jungen Burschen mit Blumen, Bändern, Fähnchen und Weidenzweigen geschmückt. Die Ober- und Untergässer suchen einander dabei zu übertreffen. Im benachbarten Zell wurde dieses Fest bis nach 1860 am Himmelfahrtstag begangen. Näheres s. PfWB Brunnenfest. Vgl. E. Christmann in: HV 1930, S. 255. | | -eier Pl.: 'Eier (nebst Speck) für die Burschen und Mädchen, die zu Pfingsten bzw. zum Johannistag den Dorfbrunnen reinigten'. Der Brauch des Brunnenreinigens herrschte in der WPf u. NPf, bes. im Glan-, Nahe- u. Zellertal; vgl. PfWB Brunnenfest, PfWB -krönung. Beim Einsammeln der Eier sang man: Mudder, gebt mer Brunneneier, will ich eure Tochter freie. Gebt ihr mir nicht ein, will ich haben zwein. Hupst de Fuchs ins Hinkelhaus, säuft die beschte Eier aus [F. Heeger in Feierowend Nr. 25/ 1967]; vgl. PfWB Brunnenlied. — |
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