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| ElsWB tüchtig (Bd. 2, Sp. 652a) | PfWB tüchtig (Bd. 2, Sp. 589) | PfWB ge-hörig (Bd. 3, Sp. 129) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 1. 'geschickt, fähig, viel könnend (im Beruf)', dichdich (ˈdiχdiχ, ˈdidi) [allg.]; e dichdier (diχdiÄr) Bauer [ KU-Kaulb]; än dichdicher Wert [PS-Erfw, verbr.]; e dichdicher Lehrer [ KB-Kerzh]. SprW.: Der dichdiche Bauer macht aa emol krumme Forje (Furchen) [ RO-Dielkch]. — 2. a. 'groß, stark, stattlich'; e dichdicher Kerl [ Gal-Dornf Don-Schowe Torscha]; e dichdich Weibsbild [ ZW-Battw]. — b. 'heftig, kräftig', von Schlägen; e dichdich Ohrfeij (Ohrfeige) [ KU-A'glan]. (Er) girr em (gibt ihm e paar Tüchtige) [WPf (PfId. 180)]. — c. adv. 'sehr', vgl. PfWB getüchtig; ene dichdich erausstreiche 'übertrieben loben' [ KU-Obw/T]. Do hummer (haben wir) 'm Balzer noch emol dichtig fladdeert (geschmeichelt), dass. [Kühn Schnitze [Bd. 2, Sp. 590] II 116]. Sie hun ene (haben ihnen) schun dichtig die Keez (s. PfWB Köze 'Rückenkorb', hier: 'Rücken') verschlaa 'verprügelt' [ebd. II 45]. Es macht dichdich erunner 'Es schneit stark' [ FR-Bockh]. — F.: Die beiden Arten der Aussprache (-χ- und --) sind geographisch kaum abzugrenzen. -χ- scheint nach unseren Aufnahmen in der südl. Hälfte der Pfalz vorzuherrschen, -- mehr in der nördlichen, außerdem in den Städten. Hierzu vgl. Bertram § 212. — Südhess. I 1799/1800; RhWB Rhein. VIII 1426; ElsWB Els. II 652; Bad. I 584.
| 1. a. 'groß, tüchtig, wahrnehmbar'. Er hot e geheeriche Schlerr 'einen großen Mund' [KB-Marnh, verbr.]. Du kriescht e geheerich Ohrfeij [KU-A'glan, verbr.]. Subst.: Er hot en Geheeriche sitze 'hat einen ordentlichen Rausch' [GH-Schwegh, verbr.]. Voll Rooches iwwer denne Schlamassel hun ich e paar Geheeriche geberscht 'getrunken' [Kühn Schnitze II 102]. — b. 'zuständig'. a. 1485: auch alle annder permansleude, inn denn hoff Minichweiller gehorig, sein schuldig, ... zu gebenn ein fasnachthuen [PfWeist. II 653 (KU-Glmünchw)]. — 2. adv. 'geziemend, ordentlich, reichlich'; einen geheerich versohle 'verhauen' [FR-Carlsbg, verbr.]. Der Prahler nimmt 's Maul g. voll [ NW-Elmst]. Das fällt g. ins Gewicht [ NW-Frankeck]. Heit Marje war ich g. in de Bradullje drin [Kühn Schnitze II 53]. — Südhess. II 1180; RhWB Rhein. III 820/21; LothWB Lothr. 189; ElsWB Els. I 369; Bad. II 333/34.
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