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 ElsWB Dachs (Bd. 2, Sp. 650b)   PfWB ent-wischen (Bd. 2, Sp. 914)   PfWB durch-gehen (Bd. 2, Sp. 649) 
  Dachs [Tâks Roppenzw.; Tàks Hi. Banzenh. Su. Co. Katzent. Dü. U.; Tâs M.; Pl. –ə; Demin. Takslì Banzenh., Takslə Dü., Tæksl Lohr] m. 1. Dachs. Wetterregel: Sunnt sich dr D. am Liechtmësstag, keʰrt er iⁿ drei Wocheⁿ wider zuem Loch Su. s. auch Liechtmëss. ‘Der lebt vàn sim eijene Schmalz wie der Daks’ Dehli. JB. XI 62. Den Winterschlaf des Dachses stellt man sich in Dü. anschaulich so vor: Dr D. lijt im Winter gringlt in dr Höʰl, un het d Schnurr im Arsch stëckeⁿ un sugt an siⁿm Schmalz. Zss. Dachshöʰl, Dachseⁿschmalz Dü. 2. Dachshund Katzent.; aber Zss. Dachshund Co. U. 3. Tier oder Mensch mit niederen Beinen Banzenh. Roppenzw.; Kuh mit niederen Beinen Hi.; Demin. eine Schweinerasse mit kurzen Beinen Lohr. 4. Mensch

[Bd. 2, Sp. 651a]
mit krummen Beinen Katzent. Basel 70. Bayer. 482.

 

  ent-wischen schw.: nach dem Schd., entwische [verbr.]; vgl. PfWB durchgehen I 4 a. Syn. s. PfWB weglaufen. Südhess. II 221; RhWB Rhein. IX 586.

 

  -gehen st.:
I. intrans.
1. 'durch etwas hindurchgehen'.
a. gegenst. -gehe, -gehn, -gehn, s. PfWB gehen [allg.]; vgl. PfWB durchwandern, PfWB -laufen I 1 a. Syn. s. PfWB gehen. Därf mer do (durch diese Sperre) d.? [allg.]. RA.: Do geht die greescht Kanonekugel durch, von O-Beinen [ ZW-Battw]; vgl. PfWB durchrollen. —
b. übertr. Er geht grad durch 'packt die Sache mit Energie an [verbr. mittl. VPf]. —
2. 'durch etwas hindurchdringen'. De Reen (Regen) geht dorch 'durchdringt die Kleider' [KU-Schmittw/ O, verbr.]. Das Abfihrmittel geht dorch [ ZW-Battw]. —
3.
a. 'angenommen werden, Zustimmung finden, Erfolg haben'. Sein Antrach (Gesuch) esch glatt durchgange [GH-Schwegh, verbr.]. Hall mer de Daume, daß mei Grand (im Skatspiel) dorchgeht [Krieger 44]. Sein Aarwet geht net dorch 'hat keinen Erfolg' [ KU-Schmittw/O]. —
b.
α. etwas d. lassen 'nicht beanstanden' [verbr.]. Die lossen dem Bu alles dorchgehe [ Gal-Dornf]. Die Schlamperei därf mer net d. losse 'nicht dulden' [KL-Kindsb, verbr.]. —
β. 'nicht beachten, seiner Aufmerksamkeit entgehen lassen'. Dem geht nix durch [LU-Friesh, verbr.]. —
4.
a. gegenst. 'davonlaufen, entfliehen'.
α. von Tieren, bes. vom scheuenden Pferd, vom Bienenschwarm; vgl. PfWB abgehen I 1 a; durchbrennen 2, PfWB -flitschen, PfWB -galoppieren, PfWB -laufen I 2 a, PfWB -reißen 2 b, PfWB -springen 2, PfWB -wischen 2, PfWB -witschen 1. Syn. s. PfWB weglaufen. Die Gail gehen d. [allg.]. De Schwarm asch (ist) mer dorchgang [ RO-Rehborn, KU-Krottb KL-Matzb]. RA.: De Gaul isch'm durchgange 'Er verlor

[Bd. 2, Sp. 650]
die Beherrschung' [ GH-Schwegh, allg.]. SprW.: Aach der beschde Katz geht manchmol e Maus dorch [ BZ-Dierb]. Volksgl.: Wammer draamt (träumt), die Gail gängde därisch, gebt's Rege [Fogel Beliefs Penns Nr. 250]. —
β. vom Menschen. Er isch'n durchgange 'Der Gefangene ist den Bewachern entflohen' [LA-Gommh, verbr.]. Er is mit de Zech darchgang, vom Zechpreller [ KU-Bedb]. Sie is mit'm (dem Geliebten) dorchgang 'von daheim geflohen' [ FR-Bockh]. Sei Frää esch'm dorichgange [ BZ-Dernb]. — Übertreibend 'sich von jemand lösen'. Er hat Angscht, sie (das Mädchen) geht 'm dorch [ KB-Kriegsf]. Die kann'm (dem Burschen) nimmer dorchgehn (weil sie ein Kind von ihm erwartet) [ WD-Niedkch, PS-Erfw]. —
b. übertr. Dem gehn gleich die Nerve durch 'Der verliert gleich die Beherrschung' [LU-Friesh, verbr.]; vgl. oben 4 a. 's is mer dorchgang, das beleidigende Wort [ RO-Obd]. —
II. trans.
1. 'besichtigend durchstreifen'. Mer wenn (wollen) mol den Wald dorchgeh [ PS-Erfw], den Acker, das Haus darchgihn [ KU-Kaulb]. —
2. 'prüfend durchsehen, durchlesen', umgspr.; die Rechling (Rechnung) d. [ PS-Erfw]; des Schreiwes d. [ BZ-Dernb]; 's Buch d. [ FR-Bockh]. —
3. die Fiß d. 'wundscheuern' [ FR-Bockh]; vgl. PfWB durchliegen. — Südhess. I 1867/68; RhWB Rhein. II 1130/31; ElsWB Els. I 189; Bad. I 603.