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 ElsWB Stür (Bd. 2, Sp. 611b)   PfWB Zu-steuer (Bd. 6, Sp. 1713)   PfWB Steuer1 (Bd. 6, Sp. 555) 
  PfWB  LothWB  RhWB Stür, Steüer [ʿStír fast allg.; ʿStæìər Ndrröd.] f. 1. Unterstützung, Leitung des Körpers. Er is so voll, ass er sich d S. nimmi kann gën Lobs. ‘so der kranke .. ohne einige steür vnd ohne fallen wider in sein hauss khombt’ Zillish. 1594 in Als. 1854, 32. ‘vnnd mögent einander zu hilff vnd zu steür kommen’ Altk. 1475 in Als. 1858, 276. 2. freiwilliger Beitrag. E S. ufheweⁿ milde Beiträge sammeln M. Am Vorabend von Johanni (24. Juni) sammeln die Kinder Holzwellen im Dorf mit dem Ruf: Wëlleⁿ useⁿ, Wëlleⁿ useⁿ! Stür zuem heiligeⁿ Santihannesfür! Su. s. Seite 133. ‘domit denen mit witer stre ouch geholfen werden möge’ Str. 15. Jh. Brucker 6. ‘gib dein stür nich da hin damit die bosheit nich gefürdert werde’ 1562 in Als. 1862, 92. Zss. Stürbëttler. 3. Staats-, Gemeindeabgabe. Mr het halt vil Stüreⁿ z zaʰleⁿ! Dü. Bayer. 2, 776.

 

  Zu-steuer f.: 'Zuschuß, zusätzliche Abgabe'; a. 1550: hen wir zusteier geben ... idem 4 Pfg [Wenz 290].

 

   Steuer1 f.: 'Abgabe an das Finanzamt, an die Obrigkeit', Steier (daiər) [allg., Bernhard 153 Christmann Kaulb 23 Mang 127 Müller Dietschw 61 Schmitt Billh. 114 Schneckenburger 31 Krämer Gal 207], häufig im Pl. gebraucht: Steiere (deiere) [verbr., Hussong Kirkel 146], Steire (deire) [ LA-Nd'hochstdt Wollmh]; Zs.: Aus-, Bier-, Brand-, Prinzessin-, Bürger-, Tabak-, Trank-, Türken-, Einkommen-, Erbschafts-, Fräulein-, Gemeine-, Gewerbe-, Grund-, Häuser-, Haus-, Hocker-, Hunds-, Kirchen-, Maul-, Michaels-, Nach-, Weg-, PfWB Zusteuer. Mer zahlen alle Manet unser St. [ BZ-Dernb]. Wieviel Arte vun St. se zahle sinn, is net se saa [ KL-Reichb]. Die Steiere wern nit so hoch, awer was drufgeschlache werd [ PS-Erfw]. De Deiwel hol die St.! [Räder Bitzler 28]. Stejere, Bejträäch droff un dewedder [Kraus Arwed 8]. Mer Pälzer zahle doch kee Steire / In dene Zeite, dene deire! [Münch Werke I 179]. Die Steier un die Umlag aa / Die werd uf Frankreich iwertra' [Münch Werke I 179]. RA.: Die Steiere fresse äne uf [ LU-Opp], ... mache äne kabud [ LU-Opp]. Als naus, was kä St. zahlt [Bergz (Kamm 86)]. Mer muß Steiere bezahle, daß mer bloo werd [ KB-Kriegsf]. Won er fär seu Dummheit St. bezahle mißt, kämem de Hussjer nimmi aus'm Haus enaus [Kaislt]. Var.: ... do käm er nimmer vum Finanzamt weg [ LU-Friesh], ... käm er net vomm Ennemmer (Einnehmer 1) eweg [ WD-Niedkch]. a. 1306: die sollent do inne sitzen ane sture, schaf vnd dinst [OttbgUrkb.

[Bd. 6, Sp. 556]
270]. RhWB Rhein. VIII 651 Steuer II; LothWB Lothr. 498 Stier II; ElsWB Els. II 611 Stür.