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| ElsWB Stieg (Bd. 2, Sp. 580a) | PfWB Stiege (Bd. 6, Sp. 574) | |||||||||||||||
1. 'die hölzerne Treppe, die im Haus zum oberen Stockwerk oder Speicher führt', Stää (dǟ) [verbr. WPf vereinzelt lothr. SWPf Christmann Kaulb 12 Müller Dietschw 62 PfId. 135 Schandein Ged. 250], Staaj (dāj) [ PS-Bundth Fischb Hirschth Schönau], Staach (dāχ) [ PS-Bruchw/Bärb GH-Wörth], Stääch (dǟχ) [PS-Trulb vereinzelt nördl. VPf mancherorts SOPf Bertram § 315 Braun Lääsebuuch II 224 Kamm 62], Stääsch (dǟ) [Frankth Spey], Stääg (dǟg) [mancherorts nördl. VPf vereinzelt südl. VPf], Stajk [Danner Penns 29], Stee (dē) [KU-Elschb Godhs Hinzw Nanzw Schmittw/O Wahnwg Kus IB-Wolfh RO-Als Lettw Odh Schweisw KL-Reuschb KB-Kerzh [Bd. 6, Sp. 575] ![]() [Bd. 6, Sp. 577] Kriegsf Juner 82 Mang 95 Labrecht 120 Krämer Gal 206 Steinmetz], Steeg (dēg) [FR-Gr'niedh LU-Fußgh Hochd Muttstdt Schauh NW-Mußb Seeb SP-Heiligst Lambert Penns 142], Steech (dēχ) [ LA-Offb BZ-Billh Dimb Hergw Schweig GH-Bellh Germh], Stie (dī) [ IB-Ballw RO-Odh Rehbn], Stiech (dīχ) [SP-Harths LA-Diedf Wey Bergz (Kamm 62) GH-Lingf Sondh], Stiesch (dī) [Frankth], Stieg (dīg) [ IB-Lautzkch Lu'haf], Steig (daig) [ BZ-Mühlhf], Steich (daiχ) [ BZ-Dörrb]; s. K. 364 und K. 95; Pl. Stäge (dǟgə) [ LU-Alsh GH-Schwegh], Stääsche [Bergz (Kamm 125)]; Dim. Stäächel [Bergz (Kamm 108)]; vgl. PfWB Aufgang 1; Zs.: PfWB Bord-, PfWB Bor-, PfWB Bühnen-, PfWB Gang-, Katzen-, PfWB Keller-, PfWB Obenhinauf-, PfWB Speicherstiege; die St. nuff 'die Treppe hinauf' [vereinzelt], auch: 'im zweiten Stockwerk' [ KB-Kerzh]; die Stajk drunne 'unten im Haus' [Danner Penns 29]. Der hot der awwer Stäge g'schnirre! [ LU-Alsh]. Geb owacht unn fall net die St. nunner! [ LU-Fußgh]. Die Stääch duht knarre [Runck Hand 19]. Die Tritt on de St. sein ausgetret [ KU-Schmittw/O]. Der Oier Korb zugedeckt, sin zwee miede Mensche langsam die Steg nuff noch em Bett [PennsDeitschEck 12. 4. 1941]. Dann geht sie ruhich an die Steeg, / Zum Speicher owwe nuff [Birmelin Penns Poems 102]. RA.: die St. nuff falle 'sich beruflich verbessern' [ GH-Kand, KU-Schmittw/O]; die Steh enuff gieh 'schlafen gehen' [Thielen So rerre mer 112]; de lange Gang metsamt der St. verschisse 'Durchfall haben' [ BZ-Albw]; em ebbes uf die St. le'e 'jemandem nichts geben, wenn er es wünscht' [ FR-Ebertsh]. Ich hann awwer gewüscht, darrer net veel druff hot, un war vorsichtig un hannem äbbes uff die Steh geleht [NPfGV 8 1934]. Dem leg ich ebbes uf die St., daß er sich net se bicke braucht, Zurechtweisung für einen Unzufriedenen [ ZW-Krähbg, KU-Kaulb]. Sagsprichwort: »'s Alder geht vor«, hot de Eilespichel g'sacht un hot sein Vadder d' St. nabg'schmesse [ BZ-Dierb]. BR.: Wann die Latwerich net gut ausgekocht is, kummt se wirrer die St. erunner 'dann muß sie noch einmal aufgekocht werden' [ KU-Schmittw/O]. Volksgl.: Mer muß schnell mit me junge Kind die Steeg uf un ab springe, no werd's flink [Fogel Beliefs Penns Nr. 54]. En Kind as net 's erscht die St. nufgetrage werd, kummt net noch em Himmel [Fogel Beliefs Penns Nr. 55]. Rätsel: 's geht die St. enaus un tappt net (der Rauch) [Hebel 116]; 's lääft was die St. 'nuff uhne Kopp un uhne Fieß (der Rauch) [Hebel 116]. 's kimmt die St. erunner un krieht immer e längere Schwanz (das Wollknäuel, die Garnrolle) [ KU-Bedb]. Wer geht ufm Kopp die St. enuf? (der Schuhnagel) [KU-Kaulb Hebel 116 Horne Penns 106]. 's geht die St. enuff un hat sechs Ohre (die vier Ohren des Backtroges und die zwei des tragenden Menschen) [Hebel 115, ZW-Marthh GH-Zeisk]; vgl. Rätsel bei sechs. 's lääft was die St. 'nuff un hot de Kochlöffel anhänke (die Katze mit ihrem Schwanz) [Hebel 119]. VR.: Rab, Rab doi Nescht brennt, / siewe Junge sin ver- [Bd. 6, Sp. 578] brennt; / äns kummt s Stäächel rab, / hat e roti Zibbelskapp [Bergz (Kamm 101)]. KR.: Uf de St., unnich de St. / hallen die Belleit Huchzet: / geit die Maus, danzt die Laus / huppst de Floh zum Finschder naus [ KU-Bedb, KU-Kaulb KB-Kriegsf Gal-Dornf], ... is die ganze Hochzet aus [ NW-Kallstdt]. Geht e Männel 's Stägel nuff, / Do bleibts steh, / Geht e Stickel weiter nuff, / Do klopt's an: / Geling! Geling! Geling!, mit dem Finger stupft man das Kind dazu vom Bauch aufwärts bis zum Ohrläppchen [Der Wasgau-Bote 8 1934], eine Var. s. PfWB Maus I 1. Vgl. das Lied zur Pfingstbrautfeier bei Schnabel 5. Neckvers für die Bewohner von BZ-Schweig: In Schwääsche sitzt de Deifel uff de Stääsche! [Bergz (Kamm 125)]. a. 1407: Item sal die stege gangk vor dem steynin huse vnd der gangk als man die stege hinoff kumpt biss vornen vss [Koch-Wille II S. 65 Nr. 26]. a. 1521: im Hof eine Stegen in das Lehenhaus hinauf angebracht [NPfGV 1932 7 (Rockhs)]. a. 1578: Meister Paul hat ein gebrochen Stegen gelegt und gemacht [H. J. Keller Mein Heimatbuch 1940 127 (FR-Kirchh)]. a. 1579: Diebolt Zimmermann ... hat zwo neue stegen aine in die fleisch Cammer, die ander zum hüener hauß gemacht [HornbSchR]. a. 1679: 6 Bord ... zur newen Stegen [GgHospR]. a. 1701: Ein Stieg vff den Speicher zu kommen [KellR S. 247 (LA-Godrst)]. — 2. 'die steinerne Treppe vor dem Haus', Stää [vereinzelt WPf], Stach, Staach [ PS-Bobth Bruchw Bundth Nothw Rumb], Stääch [vereinzelt mittl. SPf VPf], Staaj [ PS-Fischb], Steeg [Bertram § 314]; Syn. s. PfWB Treppe 1 a und K. 95; vgl. auch Südhess. I K. 97. — Zu mhd. stëge 'Treppe' ( Lexer Lexer II 1158) und mhd. stiege, stieg 'Stiege, Sturmtreppe, -leiter' ( Lexer Lexer II 1189/90). — RhWB Rhein. VIII 690 Stige; LothWB Lothr. 495 Stej; ElsWB Els. II 580 Stieg; DWB DWb. X, II,1 1385/85 Stege; DWB DWb. X, II,2 2818 ff. 1Stiege; Kluge-Seebold22 702 Stiege1; Kretschmer 537/38.
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