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 ElsWB schnappeⁿ (Bd. 2, Sp. 501a)   PfWB auf-schnappen (Bd. 1, Sp. 397)   ElsWB über schnappeⁿ (Bd. 2, Sp. 501b) 
  PfWB  LothWB  RhWB schnappeⁿ [nâpə Roppenzw.; nàpə allg.] 1. schnappen. Er het noch emol gschnappt, noʰ (danach) is ferti gewëˢn Ingenh. Spottvers: Hans, drëj deⁿ Lappeⁿ, Wënn s Gretl schisst, kanns schnappeⁿ! so rufen die Jungen dem am Steuer stehenden Kanalschiffer zu Illk. ‘schnappt mer noch der Naas’ Pfm. II 6. Rda. Noʰ-n-em Deckbett (Su. Ruf. Deckbettzipfl) s. Schlaf haben Lutterb.; daher die Bedeutung 2. gähnen. Wëⁿⁿ eineʳ aⁿ fangt s., ze müessen glich alli Barr. Er schnappt, mr meint, er woˡˡt eps verschluckeⁿ Ndhsn. Zss. Schnappeⁿdatsch. 3. gierig essen. D Müeter het im Bëttlbue Milch anneⁿ gstellt: der soll sⁱe nit gschnappt han! Illk. Zss. Schnappsack. 4. wanken, straucheln, abstürzen Günsb. 5. umkippen. D Bank schnappt Wh. Klein. Bayer. 2, 574. Hess. 360.

 

   auf-schnappen schw.:
1. trans. 'auffangen'.
a. gegenst. 'schnappend auffangen'. De Hund schnappt e Stick Brot uf [allg.]. —
b. übertr. 'hören, was für einen nicht bestimmt ist'. Kinner schnappen alles uf [allg.]. —
2. intrans.
a. gegenst. 'in die Höhe schnellen'. Die Bank schnappt uf (wenn man sich auf das eine Ende setzt) [verbr.]. RA.: Dodevun schnappt die Welt aach net uf [ KU-Blaub Schmittw/O]. —
b. übertr.
α. 'verrückt werden' [VPf]; anderswo dafür PfWB überschnappen. —
β. 'sterben', derb. a. 1792: Der wird wohl aufschnappen [Klein Prov. 26]. — RhWB Rhein. VII 1544/45; ElsWB Els. II 501; Bad. I 86.

 

  PfWB  RhWB über schnappeⁿ verrückt werden Dehli. ‘Der ist iwer geschnappt’ JB. XI 43. — Bayer. 2, 577.