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 ElsWB Schëreⁿschliffer (Bd. 2, Sp. 454b)   PfWB Sieb-macher (Bd. 6, Sp. 101) 
  PfWB  LothWB  RhWB Schëreⁿschliffer m. 1. Scherenschleifer allg. Volkswitz: Du, weis schoⁿ, ass d S. d Schëreⁿ nimmʳ uf dr Stross dörfeⁿ schliffeⁿ? — Wo dënn? — Uf em Steiⁿ! Dü. Die Nbformen Schërschliff Co. Str. und Schëreⁿschliff Dunzenh. sind von dem Rufe der hausierenden ital. Scherenschleifer (etwa Schëreⁿ bezw. Schëren zu schliffⁿ?) auf diese selbst übertragen worden. ‘Dort bi'm Scheerschlyff’ Schk. 87. 2. Schimpfw. für einen zerlumpten Menschen Su.

 

   Sieb-macher m.:
1. '(herumziehender) Handwerker, Händler, der Siebe anfertigt, verkauft oder repariert', Siebmacher, Seeb-, Sibb-, Sebb-, s. PfWB Sieb

[Bd. 6, Sp. 102]
[verbr., Krämer Gal 199], Sibbemacher [ FR-Gr'niedh Kirchh Mühlh NW-Neustdt]; s. Abb. 84. —
2. Pl. 'herumziehendes Volk, Pack, Gesindel' [mancherorts]; vgl. PfWB Siebeflicker, PfWB Siebmachersbande, -gesellschaft 2, -kor, -leute, PfWB Scherenschleifer, Schirmflicker; Syn. s. PfWB Gesindel. Die Seebmacher esse die Iel (Igel) [ KU-Schmittw/O]. Irgendwann muß mol en Zigeuner odder Sibbmacher in meiner Ahnegalerie rumgefunkt hawwe [Bassler 29]. RA.: Do sieht's aus wie bei de Sibbmacher un Zicheiner, bei großem Durcheinander [ FR-Beindh]. —
3. Neckname für die Bewohner von RO-Börrstdt [Umg. v. RO-Börrstdt]. — Mhd. sibmacher ( Lexer Lexer II 901). — RhWB Rhein. VIII 125 Siebmächer; Seebach Wandergewerbe 24 ff.