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 ElsWB verschiesseⁿ (Bd. 2, Sp. 440a)   PfWB ver-scheinen (Bd. 2, Sp. 1256)   PfWB ver-schießen (Bd. 2, Sp. 1258) 
 verschiesseⁿ 1. durch Schiessen verbrauchen Mütt. 2. erschiessen. Er seit, wënn er keⁱⁿ Gëld bekummt, verschiesst er sich Bf. Er is eso dumm, er ghört mit Schissdrëck verschosseⁿ Dü. ‘Was? Dis isch zuem Verschiesse’ Pfm. IV 6. ‘Die Heide kemme, Die Jude kemme, Welle das Dierle (den Maikäfer) versteche, verreche, vergiesse, verschiesse’ Schluss eines Maikäferliedes Mü. Stöber Volksb. 335. 3. (selten) etwas wohlfeil verkaufen Str. 4. unpers. s is mⁱr verschosseⁿ ganz plötzlich hab ichs vergessen Fisl. 5. Part. in eps oder uf eineⁿ verschosseⁿ si(n) verliebt, vernarrt Gebw. Str. Basel 111. Schwäb. 462. Bayer. 2, 475.

 

  ver-scheinen schw., st.:
1. 'durch Einwirkung des Sonnenlichtes verblassen'. Den Vorhang hot die Sunn ganz verscheint [KU-Kaulb KL-Hirschhn, Schandein Ged. 251]. Syn. s. PfWB verschießen 5. —
2. adj. Part. Perf.
a. 'vergangen'. a. 1596: Im verschienen 94 Jahr acht Jahrlang Verliehenn [WerschwSchR, Bl. 23]. —
b. 'bisherig' (?). o. D.: bey verlesung derselben güter (soll) ein iglicher hübner sein zinß vndt verschienene gülten ... außrichten vndt bezahlen [PfWeist. I 66 (FR-Assh)].

[Bd. 2, Sp. 1257]
Rhein. VII 1013 and. Bed.; ElsWB Els. II 417; Bad. II 100.

 

   ver-schießen st.:
1. 'durch Schießen verbrauchen', ve(r)schieße [allg.]; die Peil (Pfeile) v. [verbr.]. RA.: Er hot sein Pulver schun verschosse 'hat nichts mehr vorzubringen' [Neustdt, verbr.]. Der hat in de junge Johr sein Pulwer verschoss, jetzt bringt er nix (kää Kind) mehr ferdich [ KL-Reichb]. —
2. 'danebenschießen'; e Elfmeter v., umgspr. [verbr.]. —
3. 'sprengen'. Jetzt is die Aarwet im Stääbruch leichter wie frieher, jetzt werd jo alles verschoss [ KU-Rammb]. Hierher gehört wohl auch der VR.: Schneck, Schneck, streck dein lange Ohre raus! Es kummen

[Bd. 2, Sp. 1259]
zwee mit Spieße, die wollen dein Häusel verschieße. Es kummen zwee mit Stange und wollen mein Schneckl fange [Heeger Tiere II 24]. —
4. a. 1667: 1 silberne Medaille Neustadt zu verschießen gegeben 'durch Schießen als Kampfpreis gewinnen lassen' [Dochnahl 152]. —
5. 'durch Lichteinwirkung verblassen, an Farbe verlieren'. 's Klääd is verschoss [RO-Odh, verbr.]. Die Farb is v. [ KU-Erdb]. Syn.: PfWB abschießen 2, PfWB ausbleichen, PfWB verblassen, PfWB verbleichen, PfWB verfärben 2, PfWB verscheinen 1. —
6. adj. Part. Perf. 'verliebt', ve(r)schoss [verbr. WPf NPf], -schosse [verbr. VPf]; vgl. PfWB verlieben. Er is ganz verschoss [HB-Nd'bexb, verbr.]. Er is in se v. [ZW-Battw, verbr.]; verschosse uf se [ KB-Albh]. Ich war in Millers Annekätt bis in die Hoor verschosse [Müller Luscht un Lewe 55]. — Südhess. II 605; RhWB Rhein. VII 1110/11; LothWB Lothr. 151; ElsWB Els. II 440; Bad. II 101/02.