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 ElsWB sëhn (Bd. 2, Sp. 339a)   LothWB iwer-sihn (Bd. 1, Sp. 263b)   ElsWB sëhn (Bd. 2, Sp. 339a) 
  PfWB  LothWB  RhWB sëhn, sëhneⁿ [sá Mü. Lutterb. Su. Co. Dü.; s M.; sánə Ingersh. Logelnh. Dü. Mark. (bes. nach ze) Eck.; sán U.; sǽn u. sǽnə Str.; sin Dehli.; Ind. Präs. sé, sé, sét, Pl. wie Inf. fast allg.; ‘I sich od. sieh, de sichsch od. siehsch, er sieht’ Str. CS. 99; nebenusw. auch sìè, sìè, sìèt Hf. Schwindratzh.; sí, sí, sít Betschd.; si, sit, sit, sin Dehli.; Umstellung des Pron. der 1. Pers. sé-n-i Mü., sé-w-i Hf., siχ i Str.; Imper. seχ, seχə Z.; sìχ Str.; Conj. sá Mü.; sîək Ruf.; sáχ, sáχ, sáχ, sáχə Dü.; séχ, séχ, séχ, séχə Lobs.;od. sát Co. Henry; sá, sát, sáχt, sát, sáχt, sát, sáχt, sátə, sáχtə Hf.; sát, sát, sát veraltet Ingenh.; 1. 3. Pers. sát M. Kirrw.; Part. ksê S.; ks M.; ksánə Co. Ingersh. Dü. Mark. Eck. Obröd. Betschd. Bühl; ksá Ruf. Co. Dü.; ksán K. Z., auch ksánə Hf.; ksǽn u. ksǽnə Str.; ksǽn Lohr; kəsin Dehli. Dieselben Abstufungen finden sich auch bei den Ableitungen.] ‘s soll von uns nix sehne (: lehne) Hirtz Ged. 172. ‘Wenn d'Urschel ’s Güffel sehne kann’ ebd. 212. Ich hätt dich doch sotteⁿ sëʰneⁿ Mark. ‘Jetz sich i do e Pracht’ Kettner Mais. 63. ‘ich siehe, sihe’ Geiler Narr. 10. ‘ich sich, du sichst’ Murner Schelmz. 13 Kloster. ‘Jetz ersch sicht err’ Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard) 1. Bdch. Strassburg 1856. 8. ‘Der ist eso ful, dass er nit gesit’ Dehli. JB. XI 45. ‘Man sicht auch’ 1562 Als. 1862, 80. ‘und nach besserem sicht’ Fisch. Eul. Vorr. ‘I saach di gaarn fon ärä loos’ Landsman Lied. 23. ‘Ich sàch's mit Freid’ Lustig I 142. ‘So Bergwerk sähd’ i gern’ Pfm. II 7. Mr säʰt's gëreⁿ, wënn r (der Kaiser) kämt Ingenh. Drei Wäjeⁿ voll könnt mr ohaueⁿ, mr säʰt's

[Bd. 2, Sp. 339b]
nit Kirrw. ‘Au hän ze glicher Zyt m'r noch de Bäre g'sehne (: g'schehne)’ Hirtz Ged. 170. ‘Hab gern als Kind di gsehne’ K. Bernhard Schk. 73. — sehen allg. Sich! schau her! Str. Mⁱr weˡˡn sëʰneⁿ, het dr Blind gsait Dü. Du hes gsëʰn! siehst du, du hast verloren Str. In die Rede eingeschaltet: Hes miʰ gsëʰn? husch, geschwind! Ich trete in die Stube un hes miʰ gsëʰⁿ, is die Mus in iʰrem Loch gsiⁿ Bebelnh. Hat sich einer davon gemacht, so sagt man scherzh.: Hes e (ihn) gsëʰⁿ? Ruf. Mëⁿ meint, er het noch nix gsëʰⁿ so hungrig blickt er in die Schüssel, wird gar nicht satt Su. Wenn einer wie blind umhersieht und das vor ihm liegende nicht erblickt, heisst es: Er siʰt dr Wald nit vor luter Baümⁿ oder d Stadt nit vor deⁿ Hüserⁿ Steinbr. Von einem schwer Betrunkenen: Er siʰt d Stërneⁿ am heitereⁿ Himml nit Str. Iʰ schlaj dⁱr iⁿs Gsicht, dass de s Für im Schwarzwald siʰs dass es dir vor den Augen funkelt Barr. s. auch Für e). Er het noʰ ni gheiter gseʰⁿ die Sache noch nicht ganz klar erfasst Olti. Glich sëʰⁿ ähnlich sein. Si sëʰn sich glich wie zwei Tröpfleⁿ Wasser Bf.; Var. Si sëʰn enander z glich, wie zwee Tropfeⁿ Wasser Banzenh. Tadel: Das siʰt dⁱr wider z glich! ebd. Kinderlied: Unsr Mueter alti Mit iʰrem langeⁿ Hals: Si mag ⁱʰn streckeⁿ wie si will, Se sieʰt si doch nit alls Hi. Gassenhauer: Hest mⁱr dr Langeⁿbatschi vuⁿ Basl ni gsëʰⁿ? Geʰ, hul mⁱr ⁱʰⁿë un bring mⁱr ⁱʰⁿë un stell mⁱr ⁱʰⁿë dohër! Dü. Var. Han ⁱʰr deⁿ Sporeⁿhänsele an deⁿ Minder von Ingne ni gsëʰn? Ewe-n-an eweⁿ ist er noch ins Metzjerhanseⁿ gewëˢn! Dunzenh. Ingenh.Bayer. 2, 244.

 

  ElsWB  PfWB  RhWB iwer-sihn tr. v. fast allg. 1. übersehen d. h. nicht bemerken. 2. überschauen. s. sihn.

[Bd. 1, S. 264a]

 

  PfWB  LothWB  RhWB sëhn, sëhneⁿ [sá Mü. Lutterb. Su. Co. Dü.; s M.; sánə Ingersh. Logelnh. Dü. Mark. (bes. nach ze) Eck.; sán U.; sǽn u. sǽnə Str.; sin Dehli.; Ind. Präs. sé, sé, sét, Pl. wie Inf. fast allg.; ‘I sich od. sieh, de sichsch od. siehsch, er sieht’ Str. CS. 99; nebenusw. auch sìè, sìè, sìèt Hf. Schwindratzh.; sí, sí, sít Betschd.; si, sit, sit, sin Dehli.; Umstellung des Pron. der 1. Pers. sé-n-i Mü., sé-w-i Hf., siχ i Str.; Imper. seχ, seχə Z.; sìχ Str.; Conj. sá Mü.; sîək Ruf.; sáχ, sáχ, sáχ, sáχə Dü.; séχ, séχ, séχ, séχə Lobs.;od. sát Co. Henry; sá, sát, sáχt, sát, sáχt, sát, sáχt, sátə, sáχtə Hf.; sát, sát, sát veraltet Ingenh.; 1. 3. Pers. sát M. Kirrw.; Part. ksê S.; ks M.; ksánə Co. Ingersh. Dü. Mark. Eck. Obröd. Betschd. Bühl; ksá Ruf. Co. Dü.; ksán K. Z., auch ksánə Hf.; ksǽn u. ksǽnə Str.; ksǽn Lohr; kəsin Dehli. Dieselben Abstufungen finden sich auch bei den Ableitungen.] ‘s soll von uns nix sehne (: lehne) Hirtz Ged. 172. ‘Wenn d'Urschel ’s Güffel sehne kann’ ebd. 212. Ich hätt dich doch sotteⁿ sëʰneⁿ Mark. ‘Jetz sich i do e Pracht’ Kettner Mais. 63. ‘ich siehe, sihe’ Geiler Narr. 10. ‘ich sich, du sichst’ Murner Schelmz. 13 Kloster. ‘Jetz ersch sicht err’ Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard) 1. Bdch. Strassburg 1856. 8. ‘Der ist eso ful, dass er nit gesit’ Dehli. JB. XI 45. ‘Man sicht auch’ 1562 Als. 1862, 80. ‘und nach besserem sicht’ Fisch. Eul. Vorr. ‘I saach di gaarn fon ärä loos’ Landsman Lied. 23. ‘Ich sàch's mit Freid’ Lustig I 142. ‘So Bergwerk sähd’ i gern’ Pfm. II 7. Mr säʰt's gëreⁿ, wënn r (der Kaiser) kämt Ingenh. Drei Wäjeⁿ voll könnt mr ohaueⁿ, mr säʰt's

[Bd. 2, Sp. 339b]
nit Kirrw. ‘Au hän ze glicher Zyt m'r noch de Bäre g'sehne (: g'schehne)’ Hirtz Ged. 170. ‘Hab gern als Kind di gsehne’ K. Bernhard Schk. 73. — sehen allg. Sich! schau her! Str. Mⁱr weˡˡn sëʰneⁿ, het dr Blind gsait Dü. Du hes gsëʰn! siehst du, du hast verloren Str. In die Rede eingeschaltet: Hes miʰ gsëʰn? husch, geschwind! Ich trete in die Stube un hes miʰ gsëʰⁿ, is die Mus in iʰrem Loch gsiⁿ Bebelnh. Hat sich einer davon gemacht, so sagt man scherzh.: Hes e (ihn) gsëʰⁿ? Ruf. Mëⁿ meint, er het noch nix gsëʰⁿ so hungrig blickt er in die Schüssel, wird gar nicht satt Su. Wenn einer wie blind umhersieht und das vor ihm liegende nicht erblickt, heisst es: Er siʰt dr Wald nit vor luter Baümⁿ oder d Stadt nit vor deⁿ Hüserⁿ Steinbr. Von einem schwer Betrunkenen: Er siʰt d Stërneⁿ am heitereⁿ Himml nit Str. Iʰ schlaj dⁱr iⁿs Gsicht, dass de s Für im Schwarzwald siʰs dass es dir vor den Augen funkelt Barr. s. auch Für e). Er het noʰ ni gheiter gseʰⁿ die Sache noch nicht ganz klar erfasst Olti. Glich sëʰⁿ ähnlich sein. Si sëʰn sich glich wie zwei Tröpfleⁿ Wasser Bf.; Var. Si sëʰn enander z glich, wie zwee Tropfeⁿ Wasser Banzenh. Tadel: Das siʰt dⁱr wider z glich! ebd. Kinderlied: Unsr Mueter alti Mit iʰrem langeⁿ Hals: Si mag ⁱʰn streckeⁿ wie si will, Se sieʰt si doch nit alls Hi. Gassenhauer: Hest mⁱr dr Langeⁿbatschi vuⁿ Basl ni gsëʰⁿ? Geʰ, hul mⁱr ⁱʰⁿë un bring mⁱr ⁱʰⁿë un stell mⁱr ⁱʰⁿë dohër! Dü. Var. Han ⁱʰr deⁿ Sporeⁿhänsele an deⁿ Minder von Ingne ni gsëʰn? Ewe-n-an eweⁿ ist er noch ins Metzjerhanseⁿ gewëˢn! Dunzenh. Ingenh.Bayer. 2, 244.