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 ElsWB Siʰ (Bd. 2, Sp. 338b)   RhWB Seihe (Bd. 8, Sp. 50) 
  PfWB  LothWB  RhWB Siʰ [Sí Dollern Gebw. Su. Dü. M. Ingersh. Rapp. Bisch. Str. K. Z.] f. Seihe, feines Sieb. Loss es durich d S. laüfeⁿ Bisch. s. auch Sig(e) u. Abl. Zss. Siʰbeckeⁿ, –hafeⁿ, -tüechel, –wisch, –gschwër. — Bayer. 2, 249. Pfalz Sei. Eifel Seie.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB Seihe das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk sai, sęi; Mosfrk zę·i. [Bitb-Speicher z:]; Siegld sęj; Rip ze·i. [Malm, Monsch, Jül, Aach zē:j; Eup ze; Berg zei, ze·i. [Waldbr auch zē:]; SNfrk ze·i. [Kemp-Dülken zę·i.; WSelfk zij]; Klevld zei; Pl. -ə(n), Demin. -χə(n), –kə(n) [im SRip auch zeχə] f.: 1. wie nhd., Sieb für Flüssigkeiten (im Gegens. zu Sift u. Reider für feste Körper), Gefäss aus Holz oder Metall (Emaille) mit siebartig durchlöchertem Boden u. ganzen oder durchlöcherten Seitenwänden, um Milch, Kaffee, Tee hindurchzuseihen, um feste Bestandteile (Gemüse, bes. Salat) vom Wasser zu trennen; Blech-, Emalje-, Milch-, Kaffi,-Tee-, Gemisseih Rhfrk, Allg.; der Boden besteht aus einem Leinenlappen für Milch, aus einem feinen Drahtgeflecht für Kaffee, Tee (Hors.), aus weitmaschigem Geflecht für Gemüse, Kompott (Durchschlag); breng mer de S. her, dat eich det Mus ofschiden; wäsch de Zalot en der S.; de Milch durch de S. lossen Mosfrk, Allg. RA.: Das Gefäss rennt wie en S. Rip, Allg. De hät en Kopp (Gedächnis, Gehiərn) wie en S. ein schlechtes Gedächtnis Waldbr, Allg., — e Gesech wie en S. pockennarbig Dür, — e Gewesse wie en S. ein weites Gewissen Bitb-NWeis, — en Stemm wie en S. singt schlecht Erk-Merbeck. He es en S., en der mär Düwelstüch (-zeug) hangen blifft er hat sich allerhand Schlechtigkeiten angewöhnt Mettm, Düss. He melk der Bock on sei hält de S. von planloser Arbeit Köln-Stdt. En hot durch en S. gekuckt von dem, der den ganzen Tag ausgelassen fröhlich ist u. viel lacht Trier, Wittl, Bernk; et eas mer eso lächerlich, as wan ich dorch en S. g. hätt Merz-Nunk. Dat geht dörch en (Hoar) S. ist fein erdacht Barm. En de S. melke etwas verschleudern; e melk en gen S. odder e hält och ne Emmer dronger weiss, was er tut Dür. — 2. übertr. a. siebartiger Blechkorb zu Marktgängen Düss, Mettm; kleiner, länglicher, ovaler, muldenförmiger Korb, aus Eichenschienen geflochten, bes. zum Kartoffellesen gebraucht Siegld, OAltk. Säjjelche meist aus Haselschienen geflochten, bes. für die Wäsche bestimmt Siegld allg. (während der grosse Kartoffelkorb sonst hier Fellwes heisst). — b. der Rogener des Herings Sol. — c. en S. mache auf der Eisbahn Bahn schlagen, indem sich eine Reihe Kinder aneinander festhalten Neuw-Rheinbrohl.