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 ElsWB Sufeⁿ (Bd. 2, Sp. 330b)   PfWB Saufen (Bd. 5, Sp. 791)   PfWB Tränke (Bd. 2, Sp. 413) 
  PfWB  RhWB Sufeⁿ n. die gekochte Tränke des Viehes Z. Het s Vieʰ s S. schun? Ingenh. Zss. Sufeⁿküwl Tränkkübel Z. W.

 

   Saufen n.: 'mit heißem Wasser (unter Zusatz von Futtermitteln, Speiseresten, Spülicht, Kleie, Schrot, Mehl, Hafer, Kartoffeln, Futterrüben, Treber o. ä.) angemengtes Viehfutter', Saufe [verbr. nördl. u. mittl. VPf östl. NPf westl. WPf mancherorts MPf vereinzelt übrige Pf, Krämer Gal 180 Don-Schowe Torscha], Suffe [ HB-Medh N'alth HB-Nd'gailb IB-Gersh Reinh], Suff [ IB-Bliesmg]; vgl. PfWB Saufe, PfWB Saufens, PfWB Saufensach; Zs.: PfWB Grundbirnen-, PfWB Kleien-, PfWB Mehlsaufen; Syn. s. PfWB Tränke 2. Frauenarbeit: S. mache (for's Vieh) [ NW-Elmst, mancherorts]; de Sai ehr S. [ RO-Als]; em Veeh S. gewwe [ RO-Als]. Ich muß 's S. richde for's Vieh [ LA-Gommh]. Mach de Kuh S.! [ LU-Alsh]. Volksmed.: Bei schrundigen Händen muß mer S. dricke un met sieße Rahm schmeere 'die Tränkeinlage, z. B. Kartoffeln, mit den Händen durchdrücken und die Hände mit süßem Rahm einschmieren' [ KU-Herschw/Petth]. Volksgl.: »Der Kuh, die gekalbt hat oder sonst vielleicht erkrankt ist, gibt man von den Kräutern des Gewürzwisches vom Tag Maria-Himmelfahrt in die Tränke, Saufen geheißen« [LA-Mart (Franz 231)]. Südhess. V 101; RhWB Rhein. VII 805; ElsWB Els. II 330 Sufen.

 

   Tränke f., Tränken n.:
1.
a. 'Wasserstelle für das Vieh, Quelle, Wasserloch, kleiner Teich im oder beim Ort, Stelle im Bach', auch 'Vorrichtung (meist größerer Trog) zum Tränken des Viehs', Tränk (dręŋg) [verbr., auch Gal]. Zs. PfWB Enten-, PfWB Gänse-, PfWB Sau-, PfWB Viehtränke. Die Gail sin noch an die Tränk se fehre [ RO-Dielkch]; s' Vieh an die T. treiwe [ FR-Tiefth]. WR.: Wann de Hert (Hirte) vor neine (9) ausfahrt, kehrt er mittags an die T. 'Wenn am frühen Morgen viel kleine Wolken am Himmel stehen, so gibt es nachmittags Regen' [ LU-Böhl]. o. J.: zwo trenken zu ihrem kleinen vieh [Grimm Weist. V 713 (FR-Kl'niedh)]. —
b. Gewannenname, die Tränk [ KU-Schmittw/O PS-Schmalbg], An der Tränk [ KU-Diedk]. Kleinen Kindern erzählt man, sie seien aus der Tränk, d. h. aus dem Altrhein, gekommen [ GH-Sondh]. —
2. 'flüssiges, gebrühtes Viehfutter', die Tränk (dręŋg) [ HB-Kirrbg PS-Erfw BZ-Dierb], 's Tränke (dręŋgə) [verbr. östl. NPf VPf KU-Bedb RO-Dielkch KL-Stelzbg Fischb PS-Schmalbg]; die Tränk koche [ BZ-Dierb]; 's Tränke koche (mache, naustrage, gewwe) [ GH-Kand]. Die Bläß (Kuh namens B.) hat die T. nit g'soffe [ PS-Erfw]. Du e Handvoll Salz ins T.! [ KL-Fischb]. Zs. Kleien-, PfWB Mehltränke, PfWB Viehtränke. Syn.: PfWB Brühsel, PfWB Tränkens, PfWB Tränksel, Trinken, PfWB Gebrühs, PfWB Gebrühts, PfWB Getränk, PfWB Kochsache, PfWB Saufen, PfWB Saufens, PfWB Schlempe. In Kaislt unterscheidet man: Tränke für das Vieh; Saufe für das Schwein. — Südhess. I 1647 u. 1648 tränken 2; RhWB Rhein. VIII 1290; LothWB Lothr. 99; ElsWB Els. II 760; Bad. I 530.