Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 ElsWB versufeⁿ (Bd. 2, Sp. 330a)   LothWB ver-suffeⁿ (Bd. 1, Sp. 155a) 
 versufeⁿ O. U., versaufeⁿ N. 1. ertrinken (Part. mit sin) allg. Dr Sepp is in dr Kanal gheit un is drin versoffeⁿ Liebsd. ‘Der ander Nasezahn kummt her vom Beddelvogt wo isch im Rhyn versoffe’ Pfm. III 4. ‘wenn er sieht, dass einer versuffe will, se holt er ne’ E. Stöber III 200. Er versuft in deⁿ Schueʰⁿ sie sind viel zu gross für ihn Steinbr. Das is [tà] keⁱⁿ gueteʳ Acker, er versuft bi eineme nasseⁿ Joʰr er wird vom Wasser überschwemmt. Dr Hanf uf dëm Stück is versoffeⁿ in Folge der langen Überschwemmung abgestorben Dü. Do git's weni Gërst, bi dem vieleⁿ Rëjeⁿ is sⁱe halwer vrsoffeⁿ Ingenh. Spw. ‘Die maine, sie mien uff em druckene Bodde versüffe sie klagen ohne Not, nicht genug zu haben’ Str. CS. 108. ‘Nort wann dr unseräns versauft, Kummts nohder in de Himmel?’ Lauterbg. 2. durch Trinken verprassen (Part. mit haben). Er het sin Vermöjeⁿ hor-e-klein vrsoffeⁿ Z. Kinderlied mit sw. Verbalform: ‘Het s Ross

[Bd. 2, Sp. 330b]
verkauft, Het s Geld versauft’ aus einem Reitliedchen Hag. Stöber Volksb. 86. — Basel 113. Bayer. 2, 230.

 

  ver-suffeⁿ fast allg. 1. intr. ertrinken: er isch ins Wasser gefall un versuff. — 2. durch Trinken verprassen: er hat sin Vermejen versuff. —  ElsWB els. 2, 330.