bracheⁿ [próχə Fisl. Obhergh. Hf. Betschd.; prûχa Horbg.; –ə Z.; prôχə Bf.; [Bd. 2, Sp. 178a]
pryoχə M.] einen Acker nach der Ernte umpflügen und dann brach liegen lassen. ‘Reuten und brochen’ St. Amarint. 1670 JB. III 67. — Schweiz. 5, 309. | | brachen -:x- (s. o.); dazu -:χ- Sieg-Scheiderhöhe Seelschd, MülhRh-Overath, uWupp, Wippf-Biesf; -k- Mörs-Vynen schw.: 1. intr. br. liegen, eine Zeitlang in Ruhe, unbebaut liegen Kemp (sehr selten), Wippf. Wenn et Koəren devon ös, do loət ek dat Veld br., bis dat ek wer Koəren drenmak; dat Longk hät gebrokt. — 2. trans. a. ein Feld br., im Herbst oder Frühjahr pflügen, damit es br. liegen bleibt (veralt.); ein Feld, welches br. lag. zum ersten Male umpflügen (veralt.) Saarbg-Wehing, Trier-Fell. — Heute: im Herbste vor Eintritt des Frostes ein Stoppelfeld umpflügen, in das nach der winterlichen Ruhe nachher Hackfrucht (Kartoffel, Rüben) oder Sommerfrucht gepflanzt wird Allg., auch den Kleedriesch pflügen. — Ein unreines u. wenig ergiebiges Feld zur Broch bestimmen, d. h. es im Herbst pflügen, dann im Frühjahr eggen, darauf mit dem Hoch pflügen, wieder eggen, nochmals pflügen, wieder eggen. endlich Brochkorn drauf säen Gummb, Waldbr. — Ein Feld ein Jahr bearbeiten, aber nicht bepflanzen, damit die Frucht im nächsten Jahr besser wird Neuw-Dattenbg, Bitb. — Bei mehrmaligem Pflügen desselben Feldes auch für die Winterbestellung heisst das erste Pflügen wohl allg. br. = tief umpflügen. So ist die Reihenfolge in Saarbg-Soest br., rihren, treifeln; in Wittl-Binsf br., umackern, so dass das Unkraut verdeckt wird, igen (eggen), rihren (tief), zoschlefe, ringeln; in Kemp-Boish (vor 25 J.) broəke (= op Reihfure gesatt), stüərzən, stülpen; jetzt baue möm Kultivator, dann möm Dep-plog; in Geld-Kevelaer br., bowe, patre; in Klev-Appeldorn br., Drifor baue, Balkfor b., Sotland b.; in Sieg-Seelschd br. (Herbst) oder zer Broch baue, Mest enbaue (Frühjahr), dann zer Sot baue; in Wittl br., fohren (zereckf.), rehren; in Schleid-Hellenth br., sturze, rommele; in Saarbr-Feching schaufeln od. stirze (im Herbst), br. (Mai, Juni), rihre (Juli), uf Sot fahre (August); in Saarbr-Ottenhsn br., stilpe, fahre. In Bergh-Blatzh setzt sich das Br. zusammen aus reihen, stölpe u. stürze. — b. br·ə.kə hartes Land mit dem Spaten umgraben Heinsb-Höngen Karken. — c. den Weingarten b., zum ersten Male hacken im Winter (br., rehren, scheren Reihenfolge) Saar. — 3. im nicht gemachten Bette liegen müssen Sieg-Fussh. | | BMZ BRÂCHE s. BMZ ich BRICHE . |
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