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 ElsWB bracheⁿ (Bd. 2, Sp. 177b)   PfWB Broch (Bd. 1, Sp. 1238)   PfWB brachen (Bd. 1, Sp. 1145) 
 bracheⁿ [próχə Fisl. Obhergh. Hf. Betschd.; prûχa Horbg.; –ə Z.; prôχə Bf.;

[Bd. 2, Sp. 178a]
pryoχə M.] einen Acker nach der Ernte umpflügen und dann brach liegen lassen. ‘Reuten und brochen’ St. Amarint. 1670 JB. III 67. — Schweiz. 5, 309.

 

 Broch s. PfWB Brache. brochen s. PfWB brachen;

 

   brachen schw.:
1. den Acker b. 'unbebaut liegen lassen, damit er sich erhole', brooche (brōxə) [verbr. bes. WPf u. NPf (1930)]. De Akker werd iwwer Summer gebroocht [ KU-Schmittw/O]. Mit der Einführung des Kunstdüngers wurde das Brachen in der Feldbewirtschaftung überflüssig. In jüngster Zeit gibt es ein Brachen aus anderen Erwägungen heraus: Man widmet sich lieber der leichteren Arbeit in der Industrie und läßt seinen Grundbesitz brach liegen; s. auch PfWB Brache 1. —
2. 'den Brachacker leicht pflügen'. Hoschde schun gebroocht? [KL-Gimsb u. Umg., verbr. wie oben 1, Klein Wag. 121]. Ein stark verunkrauteter Acker geheert ämol gebroocht [ ZW-Battw]. a. 1435: und da ein mann im thal seße, der vier pferdt hätte, der soll der herrschafft einen tag brachen zu korn [PfWeist. I 177 (KB-Boland)]. a. 1507: Hatt er aber pfert oder eine mene (Gespann), so soll er vnsern herrn ein tag brachen vnd ein lenczen (zur Sommerbestellung pflügen) [PfWeist. I 23/24 (RO-Alsbr)]. 16. Jh.: welche aber noch nicht zur Saat gezackert, sondern nur gebrachet vndt gefelget [SSp., Lein. 11 a (NW-Dürkh)]; nach DWB DWb. III 1493 könnte felgen das zweite, brachen das dritte Umwenden des Ackers gewesen sein. a. 1553: item einen tag brachen, die andere zween rühren und sehen [ABlieskst 40]. a. 1574: Dannoh sollen die, die da pferd haben, dem herren faren zum jahr viermal, zum ersten zu lenzen, zum andern zu brachen, zum dritten mal rürn, zum vierten mal die sat [Grimm Weist. V 664 (RO-Imsw)]. a. 1589: Nemlichen ein tag brochen

[Bd. 1, Sp. 1146]
den andern zu der habern soht zackern, den drittenn mist führen [Zweibr. I 145]. — Südhess. I 1058; RhWB Rhein. I 896; Saarbr. 34/35; LothWB Lothr. 65; ElsWB Els. II 177; Bad. I 303.