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| ElsWB bracheⁿ (Bd. 2, Sp. 177b) | BMZ BRÂCHE (Bd. 1, Sp. 231b) | PfWB brachen (Bd. 1, Sp. 1145) | |||||
1. den Acker b. 'unbebaut liegen lassen, damit er sich erhole', brooche (brōxə) [verbr. bes. WPf u. NPf (1930)]. De Akker werd iwwer Summer gebroocht [ KU-Schmittw/O]. Mit der Einführung des Kunstdüngers wurde das Brachen in der Feldbewirtschaftung überflüssig. In jüngster Zeit gibt es ein Brachen aus anderen Erwägungen heraus: Man widmet sich lieber der leichteren Arbeit in der Industrie und läßt seinen Grundbesitz brach liegen; s. auch PfWB Brache 1. — 2. 'den Brachacker leicht pflügen'. Hoschde schun gebroocht? [KL-Gimsb u. Umg., verbr. wie oben 1, Klein Wag. 121]. Ein stark verunkrauteter Acker geheert ämol gebroocht [ ZW-Battw]. a. 1435: und da ein mann im thal seße, der vier pferdt hätte, der soll der herrschafft einen tag brachen zu korn [PfWeist. I 177 (KB-Boland)]. a. 1507: Hatt er aber pfert oder eine mene (Gespann), so soll er vnsern herrn ein tag brachen vnd ein lenczen (zur Sommerbestellung pflügen) [PfWeist. I 23/24 (RO-Alsbr)]. 16. Jh.: welche aber noch nicht zur Saat gezackert, sondern nur gebrachet vndt gefelget [SSp., Lein. 11 a (NW-Dürkh)]; nach DWB DWb. III 1493 könnte felgen das zweite, brachen das dritte Umwenden des Ackers gewesen sein. a. 1553: item einen tag brachen, die andere zween rühren und sehen [ABlieskst 40]. a. 1574: Dannoh sollen die, die da pferd haben, dem herren faren zum jahr viermal, zum ersten zu lenzen, zum andern zu brachen, zum dritten mal rürn, zum vierten mal die sat [Grimm Weist. V 664 (RO-Imsw)]. a. 1589: Nemlichen ein tag brochen [Bd. 1, Sp. 1146] den andern zu der habern soht zackern, den drittenn mist führen [Zweibr. I 145]. — Südhess. I 1058; RhWB Rhein. I 896; Saarbr. 34/35; LothWB Lothr. 65; ElsWB Els. II 177; Bad. I 303.
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