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 ElsWB Bëndel (Bd. 2, Sp. 57a)   DWB hosenbendel (Bd. 10, Sp. 1841)   DWB brustbendel (Bd. 2, Sp. 447) 
  Bëndel, Bëngel [Pal Olti. Fisl. Pfetterhsn. Attenschw. Hi. Hindish. K. Z.;

[Bd. 2, Sp. 57b]
Pál Roppenzw.; Pantl Heidw. O. (auch M.) bis Bf. Hf. Betschd.; Pæntl Str.; Pæl W.; Pl. ebenso; Demin. Paəli Fisl., Paələ Roppenzw., Pantələ O. Hf., Pæntələ Str., Paələ K. Z.] m. 1. Bendel, schmales Band. E bloüer, sidiger B. het si in deⁿ Horⁿ gha Co. ‘Do sitze Rhiner Buure, Brijdle vom Kocherschberj mit Bängel (Bänder als Kopfputz) handebreit’ Bernhard Schk. 137. Rda. Einⁿ am Bëngl haⁿ Hi., Einen am Bändl han jem. in der Gewalt haben, am B. ʰerumfüeʰreⁿ zum Narren haben Hf. ‘Daß Si am Bendel schunn lang henn myne Sohn, zell wundert mi jez nimm!’ Pfm. V 3. s. Gigerigi Seite 203. Deneⁿ het s am B. die Krankheit hat ihn fest gepackt, er wird nicht mehr gesund Rupr. Eps am B. heweⁿ nicht lassen von etwas Str. Z. ‘Un ’s Elsaß, unser Ländel, Es isch meineidi scheen; Mer hewwe's fest am Bändel, Mer lon's, bi Gott! nit gehn’ E. Stöber Schk. 45. ‘Noch im vorigen (18.) Jh. war es bei Hochzeiten Sitte, daß zwei junge Leute die von der Krone der Braut herabhängenden Bänder hielten. E Stöbers Worte wären demnach eine Reminiszenz dieses Gebrauchs. Bendel nannte man auch die Brautkrone selber’ CS.; vgl. Bed. 2. ‘stcker Nestel, schnr vnd bndel’ Mosch. I 74. Zss. Bëndlmëss, –meter, –wurm. 2. Art flacher Turban, der im 16. Jh. in Straßburg aufkam und je nach dem Rang der ihn tragenden Frauen einfach oder doppelt und mit Gold oder Silber, bei den Vornehmen mit Perlen und Edelsteinen besetzt war; sein Wert stieg von 100 bis auf 400 Gulden Piton Strasbourg illustré 1, 26. 3. Demin. Das im Knopfloch getragene Bändchen der frz. Ehrenlegion Str. Hf. Schweiz. 4, 1334.

 

 hosenbendel, m. binde zum befestigen der hosen (oder der beinstrümpfe, nach hose 2): die hosenbendel, genualia, fasciae Maaler 231a; liga hoesenbendel Dief. 329a; sie (frauen) trugen weisz scharlachen hosen, die giengen gerad drei finger breit uber die knie: die hosenbendel waren eben der farb, deren die armband und händschuch, und bunden sie kreuzweis oben unter dem knie. Fischart Garg. 281a; bind den rechten hosenbendel steifer auf dann den linken. groszm. 86; unter den knien herum, allwo man dazumal die hosenbändel zu binden pflegte (an officiershosen). Simpl. 3, 131 Kurz.

 

 brustbendel, m. fascia pectoralis. ahd. Graff 3, 138.