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 ElsWB Bürzelbock (Bd. 2, Sp. 28b)   RhWB Ross VII (Bd. 7, Sp. 516) 
  PfWB  RhWB Bürzelbock m. Purzelbaum Bghz. Obhergh.

 

  NRhWB  PfWB  ElsWB  LothWB Ross VII das Wort ist der MA. im allg. Gebrauch fremd; nur in zwei RA., in Kniereiteliedern u. in übertr. Bed. als Sg. t. bezeugt; in Zs. ist es in geschlossenen Geb. verbr. n.: 1.a. in RA.: Der Appel (Rossapfel) fällt net wick (weit) vam R. Kinder arten nach den Eltern Sieg, Bo, Köln, Jül. He kömmp von R. (--) op Eəsel er kommt wirtschaftl., sittl. herunter Kemp-Dülken. — b. in rhfrk., mosfrk. Kniereiteliedern. Reiter, R., Räss-che, druwe steht e Schläss-che usf. Rhfrk. Ross, R., rill, de Bauer hat en Fill; Fillen wollt net lafen (laufen) usf. Koch, Kobl. Ri, ra, Räss-che, et Perdche staht eam Schläss-che, et Fillche st. eam Stall on frisst de Hawer all May-Trimbs. (Rossa, Rossa, Rüllche Altk-Willr). Jä, jä, R., Perdchen steht am Schloss, morge, m. Hawer dreschen, kret dat P. Spitzen fressen Merz-Büschf. — 2. übertr. a. Ross Bęiə(r)t (eigentl. das Ross Bayard der vier Haimonskinder) ungeschlachte, ungestüme, waghalsige Person, bes. grosses, gesetztes Weib, kleiner lebhafter, wilder Junge (halb scherzh., h. tadelnd) Köln-Stdt, Bergh-Heppend, Kemp-Stdt (rs); Beiə(r)t Eusk-Lechenich; Bęiər Kobl-Stdt (n. verächtl. schlechtes Pferd), Bergh, Dür, Jül, Aach, Heinsb (auch rus), Grevbr-Wickr, Kemp-Amern (lästiger Schwätzer); rǫs Bęiər u. ras B. m. u. rǫs Bęi f.; rǫs bęikə u. has Bęiər m. Eup; rǫs bajas Bitb-Wiersd (starkes Pferd; starkes Weib); dat es et püərschte (reinste) Rass Beike kräftiges Mädchen Eup. — b. ręsχən n. das an den zwei Enden zugespitzte Holz, finger- bis handlang, auf einem Steine liegend, das durch einen Schlag mit der Plätsch in die Höhe geschnellt wird, worauf es die Mitspieler (der anderen Partei) auffangen müssen; et Ross· (Rass-)spiel; Räss-chen spielen; Ross-ches (Räss-ches) sp.; et R. offänken Wend, Ottw, Saar, Trier-Hochw (Rässelche); s. Gimme I, Leikse, Gischt, Pinke IV. — c. ręsχən n. das Holz in dem Aufbau des Vorderpfluges, auf dem der Grindel, der Pflugbaum, ruht Merz, Saarbg.