PfWB LothWB RhWB nëʰmeⁿ, nëhmen [ná Liebsd. bis Lutterb.; nê ob. S. Landsman Lied. 132; namə Ensish. u. nö. davon fast allg.; námə K. Ingenh. Furchhsn. Prinzh.; næmə Str. Lützelstn.; Ind. Präs. nìm, –, –t, namə bezw. námə oder næmə; Conj. námtik Su. Hlkr., námtikt Mü., námtit Bf., nám Dü., námt Bf. K. Z., ném Lobs., ìχ tát n. Molsh. K. Z. Han. Lützelstn.; Part. knù Su., knùmə O. Betschd., kənùmə U., kənùm W.] nehmen. Meⁿ chaⁿⁿ’s nëhmen es geht an Olti. s Hërz in d Hand n. Bf., in d Häng n. K. Mut fassen. s Hërz in d Hoseⁿ nëhmen Angst haben Heidw. s hätt s ganze Gässle känneⁿ n. das ganze Gässchen hätte niederbrennen können Su. D Soü is jetz feisst, morn wëllen mⁱr si n. schlachten Dü. Wenn man von einem etwas fordert, das er selbst nicht besitzt, so sagt er: Wohër n. un nit stëʰleⁿ? Su. U. Alle (frz. allez), kummet hering, mⁱr welleⁿ deⁿ Kaffi n. Ingenh. Iʰ ha um d Nüne eppes gnummeⁿ Su. Gaⁿ wëg odr iʰ nimm diʰ! sagt der Langfinger Su. Ër nimmt, was vuⁿ dëⁿ Wändⁿ geʰt ebd. Wer het s Gëld genummeⁿ? gestohlen Z. Rda. Dër, wo-n-ⁱʰm siⁿ Sach losst nëʰmeⁿ, is se liederliʰ aˡs dër, wo s ⁱʰm nimmt Mb. JB. VI 150. Die Frau hat schun vierzich Bäder genummⁿ wëje-n-iʰrem Bän, un es is als s nämmlich Lützelstn. Ein Holzhacker wird im Vorübergehen gegrüsst: Nimmt's rëcht? AThann. Nimm ⁱʰneⁿ! beim Hetzen eines Hundes oder wenn man einen zum Streit anfeuert allg. Eineⁿ n. packen, fassen, auch übtr. uzen, foppen, belügen, betrügen, bes. im Spiel: Si hän ⁱʰneⁿ wider gnummeⁿ Su.; bes. Pass. genummeⁿ wëreⁿ betrogen werden Str. Syn. verseckleⁿ. Dëʳ nimmt ⁱʰneⁿ für e Su der lässt ihn abfahren: mit etwas spöttischer [Bd. 1, Sp. 770b]
Färbung gewöhnlich nur im Munde eines am Wortstreite unbeteiligten Zuschauers Gebw. s hätt e schier gnummeⁿ er wäre beinahe gestorben Dü. Er macht allewëj nimm lang, ër nimmt nix meʰʳ keine Medizin mehr Dunzenh. E Fraü n. heiraten Bf. Dër, wo di nëmmt, is genummeⁿ fällt herein Str. Der, wü di nimmt, brucht nit ze saueⁿ: Gott strof miʰ! Dunzenh. ‘Sie sagt’ sie wollt mich nehmen, Wenn's einmal Sommer wäre’ aus einem els. Volksl. Als. 1854/55, 173. ‘Kikeriki, Bändele dran, Hesch mi genumme, muesch mi han; Hesch mi mit-m-e Baase g'schlaue, Wart i will's de Muetter saaue’ Obbr. JB. VI 136. ‘hastu mich genommen, so must du mich warlich han’ Geiler 33. Narr (Kl.) ‘Isch diss (Luwwisel) schon so gschikt? ’S verlohnt sich, werzi, dass mer's nimmt’ als Kleidermacherin Pfm. V 6. Sich eineⁿ (oder e gekipperteⁿ) n. fortgehen Str. Nimm dich bi dr Nas! sieh zuerst auf dich selbst Bf. Keⁱⁿ Brëtt vor s Mul n. grob und derb heraussagen, was man denkt U. s nimmt mich e Wunder, wie du zue dëm Buech kummeⁿ bis Bf. Ich näʰmt nit vil un schlä dⁱr e por an d Oʰreⁿ es fehlt nicht viel, so .. vgl. auch für II 2. fürliebt nëʰmeⁿ Su., fürlieb n. U. sich begnügen. Dë nimms halt afange mit dëm f. du begnügst dich einstweilen damit Su. — Schweiz. 4, 725. Bayer. 1, 1743. | | ElsWB PfWB RhWB nemmeⁿ [nèmə Fo. Ri. Ha. Rom. Hom.; nàmən Rein. — Flexion: nèm, nìmt [Bd. 1, S. 381b]
(nèm), nìmt (nèmt). nèmə; Ptc. gənùm] tr. v. nehmen, ergreifen, fassen, stehlen: kä Blätt fur's Mul n. frei heraus reden Ri. De Wä hinger de Fiss n. sich auf den Weg machen Ri. Hom. Rom. Sich an de Hôr n. sich vor Ärger die Haare raufen ibid. ’S ernscht n. Ebber erumer n. den Hinteren klopfen ibid. Ebber a d'r Grimsch n. an den Haaren fassen ibid. Der Dod hat ne genumm. Fur was nemsch mi dä? ibid. Auespijel n. zum Vorbild nehmen ibid. Gebräuchlicher ist holleⁿ. |
| | |