Maria [Màrjâ, Ausspr. der hd. Namensform für die Mutter Gottes und in bestimmten Rda. allg.; Màræjâ Su.; Màrej Hf. Zinsw.; Màrí Banzenh. Ammerschw.; Màri Str. K.; Màrí Ballersd. Betschd.; Marí Su. Ammerschw.] Koseformen: Marini, Marigi [Mariki Blotzh.], Rigi, Ruge, Migi [Miki Pfast. Geberschw. Ruf.], Mei [Mèj Ruf. Co. Dü. Rapp. Geisp.; K. Hf. (meist aber nur in protest. Orten, in kathol. Màri); Mej Dunzenh. Ingenh.] Demin. Mareieli [Màrèjəli Blotzh.], Mareile Su., Marile, Marili [Màríli Blotzh.], Marigl, Marigele [Marikələ Blotzh. Obhergh.], Rigele [Rikələ Blotzh. Geberschw.], Migele, Meil [Mèjəl Str., Mejəl Dunzenh. Z.], Meilə [Bd. 1, Sp. 698a]
[Mèjlə Ndrmagst. Steinbr. Ammerschw. Co.], Meiele Ruf. Dunzenh. Ingenh., verächtl. Möjel(e) [Møjəl(ə) Ingenh.] ‘Mareyele’ Martin Parl. N. 775. Meist n., im N. auch f.: weibl. Vorname Maria. Neckvers wie bei Käthrin Seite 479. Die Marientage im Bauernkalender: Maria Liechtmëss (2. Febr.), Spinneⁿ vergëss, s Rädl hinder d Tʰür, s Rë(b)mësser ʰëʳfür allg., mit dem Zusatz: Un bi Tau (Tag) z Nacht ëss Mutzig, oder eⁱⁿ Mol meʰʳ ëss Ingenh. An Maria Geburt (8. Sept.) geʰn (fliejeⁿ K. Z. Betschd. Wörth) d Schwälmele furt Liebsd. Rapp. An Maria Geburt fliegeⁿ d Schwälmele furt; An Maria Verkündigung (25. März) kummeⁿ si widerum Ruf. Als. 1851, 127. An Maria Gebūrt tʰuet mëⁿ d Äpfel un d Bireⁿ uf d Hūrd Liebsd. Ballersd. Kl.-Landau. Wëⁿⁿ’s aⁿ Maria Heimsuechung (2. Juli) rëgent, sa rëgent's sechs Wucheⁿ lang Su. Jeses Maria! Ausruf der Katholiken allg. JB. IX 15. Maria hilf! Zahltag Steinbr. Eiⁿs, zwei, drei seit (sagt) das Mei Abzählvers Ruf. Mei, Mei, Suppeⁿbei! Gang mⁱr us deⁿ Boʰneⁿ; Wëⁿⁿ dr Pfetter Michel kummt, Se schlät r dⁱr eiⁿs uf d Oʰreⁿ Ruf. Gël, Mareile, du bis miⁿ, Awr nit für eigeⁿ; Ha dⁱr emol e Wischle Bireⁿ gëⁿ, Si hän nit welleⁿ teigeⁿ. Schiss iⁿ’s Käpple, zig am Zipfl, s wurd dⁱr schoⁿ verleideⁿ Kinderspruch aus Su. O Meiele, o Meiele, Stand uf un schlag e Liecht! s rumplt in dr Kuch ʰerum, Mr meint jo, s is e Dieb Ruf.; Var.: Marigele, Marigele, Stand uf un schlag e Liecht! s geʰt epper im Hus ʰerum, Iʰ mein, s is e Dieb Obhergh. Das Demin. hat bisweilen die Bed. unordentliches, ungeschicktes Mädchen: Dë (du) kaⁿⁿs nüt, dë bis e Meile! Steinbr. Verächtlich: ‘Mier könnte just so guet e Schnebbekapp ufsetze as wie diss Meyel do’ Pfm. I 3. s. auch Stöber Volksb. 121, Anm. zu 63. † | | PfWB LothWB Mutter-gottes-tag (s. S.) Allg. m.: 1. Feiertag zu Ehren der M.gottes. Wann't rent (regnet) op M. (2. VII.), dann bərgohn (vergehen) de Drauwen bös en't Fass Saarbg-Schoden. — 2. der Samstag Erk-Üvekoven. — |
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