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 ElsWB Bëttelmann (Bd. 1, Sp. 683b)   PfWB ein-reiten (Bd. 2, Sp. 812) 
 Bëttelmann m. 1. Bettler Z. Han. Dört ist des Bëttelmanns Umkeʰr für eine ganz arme Gegend oder im Städtchen eine Gasse, wo lauter arme Leute wohnen Ingw. Edelmann, B., gfundeⁿ, gstoʰleⁿ, gkaüf: dieses Zählverschens bedienen sich die Kinder, um zu erfahren, woher die Knöpfe am Rock stammen Dollern. 2. ein Kirschenkuchen, zu welchem an Stelle des Mehlteiges alte trockene Semmeln gerieben und nachher mit Milch angemacht werden; die Kirschen werden nicht entkernt. Statt der Kirschen wird manchmal auch Dunstapfelmus genommen, das mit Rosinen untermischt ist Illk. Str. Rupr. Hf. Betschd. ‘Potz Herkules! e Beddelmann ... diss isch ebbs gueds vun mirwe Wekke, Budder, Eier, Milch, Zucker un Zimmet!’ Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard) 1. Bdch. Strassburg 1856. 7. — Schweiz. 4, 273. Bayer. 1, 1608.

 

   ein-reiten st.:
1. intrans. 'reitend hereinkommen', inreide (-raidə) [ZW-Stamb], enreire [ KB-Bennhs]; vgl. die WR. bei ausreiten.
2. trans.
a. 'ein Pferd an den Reiter, an das Gerittenwerden gewöhnen'; de Gaul einreide [Kaislt, verbr.]. Der jung Gaul do es noch net richtig engerett [KB-Bischh, verbr.]. —
b. 'm Gaul 's Kreiz inreide 'das Pferd durch vieles Reiten zugrunde richten' [ZW-Bechhf, verbr.]. Der Gaul do hat e ingerittenes Kreiz 'ein Hohlkreuz infolge Überbeanspruchung beim Reiten' [ KU-Hinzw]; vgl. PfWB einbiegen 2. RA.: Er reit 'm Gailche 's Kreiz in 'übertreibt eine Sache, richtet etwas zugrunde' [ZW-L'wied, verbr.]. SprW.: Wann de Bettelmann uf de Gaul kummt, reit er'm 's Kreiz ein [LA-Gommh, WD-Niedkch verbr. Gal]; Varianten s. PfWB Bettelmann (I 756 Z. 45) u. PfWB Bauer (I 617 Z. 40). — Südhess. II 120; RhWB Rhein. VII 346; ElsWB Els. II 302; Bad. I 661. —