Molleⁿ, Molli, Moler [Mòlə Dü. Bebelnh. Barr Ndhsn. Bisch. Rothb. Lorenzen; Mòli Felleri. Heidw. Roppenzw. Ruf. Obhergh. Katzent. Zinsw.; Màlər Mittl.; Mórl M.] m. 1. Molch, Regenmolch Roppenzw. Mittl. Barr; Kaulquappe Rothb. ‘giftige Krotten, Mollen, Nattern, Drackhen’ Zwinger II. 2. Mensch mit dickem Kopf, Dickkopf, grober Mensch — meist als Schimpfname gebraucht. E M. wi e Eimeⁿkorb Bienenkorb Zins. In Bed. 1 und 2 oft auch Zss. Molleⁿkopf (s. d.), Mollikopf Ruf. s. auch Moller I. 3. Stier Lorenzen. 4. ein Ballspiel der Knaben. Es wirft einer den Ball in die Höhe und sagt: Molli, Molli uf dr Seppi! Der Seppi muss den Ball schnell auffangen und auf einen andern werfen; trifft er ihn nicht, so muss er den Ball holen und M. auf einen neuen Namen werfen; trifft er aber, so muss der Getroffene das Spiel fortsetzen Obhergh. Ob hierher? †‘Möle Klumpen Fleisch im Uterus, Missgeburt’ Fisch. Ehez. 179, 19. ‘Molle Klump, Knollen’ Klein. — Schweiz. 4, 172. Schwäb. 389. Bayer. 1, 1589. | | Mullen das Wort molə Sg. u. Pl. ist an der Saar geschlossen in Saarbr, Saarl verbr.; Abl. gehen durch das ganze Rhfrk u. in besonderer Bed. auch hier u. da ins Mosfrk m.: 1. Ochsenkalb über ein Jahr; mu·l.ə vier bis fünf Monate alt Gummb-Derschlag (abseits). RA.: Der hat Awen (Augen) wie e (gestochener) M. vorstehende Augen. Der Eigensinnige micht e Kopp wie e M. — 2. übertr. a. Kaulquappe Saarl-Dilling. — b. Feuersalamander Saarbr-Feching. — c. verächtl. α. dicker M. Dickwanst Saarl-Schaffhsn. — β. eigensinniger, störrischer Mensch Saarl-Pachten. |
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