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 ElsWB Molleⁿ (Bd. 1, Sp. 671a)   RhWB Mullen (Bd. 5, Sp. 1383) 
  Molleⁿ, Molli, Moler [Mòlə Dü. Bebelnh. Barr Ndhsn. Bisch. Rothb. Lorenzen; Mòli Felleri. Heidw. Roppenzw. Ruf. Obhergh. Katzent. Zinsw.; Màlər Mittl.; Mórl M.] m. 1. Molch, Regenmolch Roppenzw. Mittl. Barr; Kaulquappe Rothb. ‘giftige Krotten, Mollen, Nattern, Drackhen’ Zwinger II. 2. Mensch mit dickem Kopf, Dickkopf, grober Mensch — meist als Schimpfname gebraucht. E M. wi e Eimeⁿkorb Bienenkorb Zins. In Bed. 1 und 2 oft auch Zss. Molleⁿkopf (s. d.), Mollikopf Ruf. s. auch Moller I. 3. Stier Lorenzen. 4. ein Ballspiel der Knaben. Es wirft einer den Ball in die Höhe und sagt: Molli, Molli uf dr Seppi! Der Seppi muss den Ball schnell auffangen und auf einen andern werfen; trifft er ihn nicht, so muss er den Ball holen und M. auf einen neuen Namen werfen; trifft er aber, so muss der Getroffene das Spiel fortsetzen Obhergh. Ob hierher? †‘Möle Klumpen Fleisch im Uterus, Missgeburt’ Fisch. Ehez. 179, 19. ‘Molle Klump, Knollen’ Klein. Schweiz. 4, 172. Schwäb. 389. Bayer. 1, 1589.

 

 Mullen das Wort molə Sg. u. Pl. ist an der Saar geschlossen in Saarbr, Saarl verbr.; Abl. gehen durch das ganze Rhfrk u. in besonderer Bed. auch hier u. da ins Mosfrk m.: 1. Ochsenkalb über ein Jahr; mu·l.ə vier bis fünf Monate alt Gummb-Derschlag (abseits). RA.: Der hat Awen (Augen) wie e (gestochener) M. vorstehende Augen. Der Eigensinnige micht e Kopp wie e M.2. übertr. a. Kaulquappe Saarl-Dilling. — b. Feuersalamander Saarbr-Feching. — c. verächtl. α. dicker M. Dickwanst Saarl-Schaffhsn. — β. eigensinniger, störrischer Mensch Saarl-Pachten.