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 ElsWB Schwarteⁿmageⁿ (Bd. 1, Sp. 656a)   PfWB Schwarten-magen (Bd. 5, Sp. 1562) 
 Schwarteⁿmageⁿ [‘Swârtəmâkə Su.; ‘Swârtəmâjə Logelnh. Bf.; ‘Swârtəmáwə Str. Lützelstn.; ‘Swôrtəmjə K. Dunzenh. Ingenh.; ‘Swòətəmwə Wh.] m. Schwartenmagen, Presssack, grosse, in eine Magenhaut gepresste Wurst. ‘E Hoorbyddele brait wie e Schwardemaaue’ Pfm. I 4. ‘Unn Schwardtemauje, Würstle - n - au’ E. Stöber II 180. ‘M'r mache g'schwind jetz, hilf m'r, Frau, Noch Wurst un Schwardemaaue’ Hirtz Ged. 162.

 

  -magen m.:
1. 'große runde Preßwurst', bestehend aus Wurstfüllsel von zerschnittenen oder gemahlenen

[Bd. 5, Sp. 1563]
Schwarten, magerem Fleisch vom Kopf, Rüssel, Kinnbacken, Ohren, Speck u. a., dies in einen Schweinemagen, eine Schweineblase, einen Buttdarm 1 oder einen Endkeutel 2 gefüllt; im Unterschied zum PfWB Saumagen ohne Kartoffeln, -maa, -maae, -maache, -mage, s. PfWB Magen [verbr., Klein Prov. 148, mancherorts Don Krämer Gal 195], Schwḁḁrdemaa [Hussong Kirkel 153], Schwortemaje [Lambert Penns 148]; Zs.: PfWB Blutschwartenmagen. Je, du Louserd, geh mol dabber in Peedersch e Vierdelpund Sch. kaafe! [Glass II 60]. Vor Neijohr hun mer als geschlacht, / hun Worscht und Schwartemaa gemacht [Burgey Keschte 45]. Dem sei Schniß, die isch noch greeßer / wie e Pälzer Schwartemah [Kraus Pläseer 19]. D'gräischt Wurscht / esch de Schwartemaache, / un wer däß nit glääbt, / dem esch nit se roore / un nit se helfe. / En richtiche, echte Pälzer Schwartemaache / esch e Gedicht, awwer nit alles, / wu als Gedicht annegstellt werd, / esch sou gut / wie en Schwartemaache [Runck Horche 60]. RA.: Auf die Frage, was man glaube, wird geantwortet: Ich glaab, daß sechs Pund Rindfleesch e guri Supp koche un daß de Sch. die gröscht Worscht is [Hebel 83, in Var. mancherorts]. Volksbr.: An Kirchweih wird ein Kranz oder Sch. herausgetanzt (vgl. PfWB heraustanzen 2). VR.: Wenn 's Schwartemagen regnet, / wenn 's Leberwürste schneit, / da bitten wir den lieben Herrgott, / daß es Wetter so bleibt [PfRSch. 2. 12. 1934]. —
2. 'Frauenhaube', im bes. 'Haube mit mittelgroßem Aufsatz aus Musselin, Moll oder Gaze mit guten Spitzen besetzt', Schwartmagen [Schandein Bav. IV,2 273], Schwartenmagen [Gundelwein in PfW 11/1910 27]; vgl. PfWB Saumagen 3, 'Nachthaube', Schwartemaa [RO-Feilbg (PfId. 130)]. —
3.
a. Neckname für die Bewohner von HB-Beed, Pl. Schwardemage [ HB-Beed]. —
b. 'runder, dicker, fetter Mensch' [ LA-Siebdg]. — Südhess. V 883/84; RhWB Rhein. VII 2012/13; Lothr. 471 Schwartemawe; ElsWB Els. I 656.