verleideⁿ [fərlaitə S. O. mit starkem Part. Perf. fərlaitə; fərlaita Dü. Str. Lohr, fərlæitə K. Z. mit schwachem Part. Perf. fərlait, fərlæit] 1. unpers. überdrüssig sein. S Lëweⁿ is mⁱr verleideⁿ Ruf. S is mir v. mit iʰm Hlkr. Ja, do soll s eⁱⁿm nit verleidt wëreⁿ! Hf. Anno 1813 sangen die deutschen Soldaten: Napoleon is s Schlitteⁿfaʰreⁿ ganz verleidt, Weil iʰn seine Eskadron nicht hat begleitt Bf. ‘Was eim erlaubt isch, thüet verlaide’ wird einem verhasst Lustig I 74. ‘Du bisch eim ganz verleide’ ders. I 54. ‘S ish mär aläs färlaidä’ Landsman Lied. 121. s is ainer (einem) ganz verleideⁿ bi dëm Wëtter Ruf. 2. trans. überdrüssig machen: Wart nummeⁿ, ich wur (werde) dir s Raucheⁿ schun v.! Hf. — Schweiz. 3, 1085. Bayer. 1, 1438. | | PfWB verleidig, verleidlig [fərlæitik, –lik Wanzel Gereuth] Adj. verdriesslich. s is doch v. Wëtter, allewil Rëjeⁿ! s is e verleidigi Dörrerei Ohmtdörren bei Regenwetter. | | ver-leidet s. PfWB verleiden 2. |
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