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 ElsWB Lëder (Bd. 1, Sp. 558b)   RhWB Sohlleder (Bd. 8, Sp. 188) 
  Lëder [Látər S. O. Bf. Uttenh.; Latər U.; Lætər Str. W.] n. 1. Leder. Rda. Uf s L. gën durchprügeln (früher trug man Lederhosen) Str. Vom L. zieʰeⁿ 1. angespannt arbeiten Str. Barr; 2. jem. durchprügeln Hf.; 3. fortlaufen Str. Sprichw. Us andereⁿ Lütten iʰrem L. is guet Riemeⁿ schnideⁿ Bf. ‘Es halte sich einer so wohl als er wolle, wann man an jhn will, so hat er Läder gefressen’ Mosch. I 543. ‘Wer das nit gloubt, der sols erfaren, Das alzit dri machen eim zm narren, Als man dem armen hündlin tat, Do er das leder fressen hat. Als man den hund fieng niden an, Mst er das leder fressen han’ Murner Narrenbeschw. 56 (Goedeke). 2. übtr. Verwünschung für ein Frauenzimmer: ‘O du Ledder!’ Stöber Daniel 37. ‘Dass de verspoorst, du Ledder!’ Pfm. V 6. — Schweiz. 3, 1072. Bayer. 1, 1440. Westerw.

 

  PfWB Sohl-leder (s. S.) Allg. n.: 1. wie nhd. [urkdl. 12 huede soelleders Andernach 1484]. RA.: Dat Flasch os su frad (freide) (hart, zäh) wie S. Koch, Allg., — es et renste S. Rip, Allg. — 2. übertr. scherzh. Zunge Wend-Leitzw.