PfWB LothWB RhWB liechteⁿ [léχtə Wh.] iron. heimleuchten, beohrfeigen. [Tǽr sol ùm àwər æns kəléχt hòn!] Syn. zündeⁿ. — Schweiz. 3, 1055. | | PfWB ElsWB LothWB leuchten laiχtə, –ęi- nicht nur im Geb. von laiχt (uNahe, Simm n. Soonw), sondern auch [Bd. 5, Sp. 417]
im gesamten Rhfrk. u. an der mosfrk. Saar. bis Trier-Stdt einschl. für die intrans. Bed. [trans. luxtən das Tageslicht hereinlassen, -i- das Licht hinhalten Saarbr-Krughütte, Saarl, Merz; lutən Saarbg; līχtən Trier-Stdt (aber ā:nəm hāmleiχtən); Trier-Mehring intrans. līχtən, trans. lūĭχtən]; im übrigen hat das Lucht-Geb. von Trier u. der WEif lītən, –īχt-; das mosfrk. Zwischenstück zwischen Lucht- u. Lücht-Geb, wo das Subst. fehlt, hat līχtə(n) [-uxt- Aden-Morswiesen]; im Lücht-Geb. entsprechend dem Subst. lȳχtə(n), –ø-, –y-, –-, lȳ(ə)tə, –(ə)-, –øy- schw.: 1. intrans. a. leuchten, glänzen; et Lich (de Lamp) löch got Rip, Allg.; de Leucht licht gut; dei Lut lit och gor net Allg. im Lucht-Geb.; wat de Stere (Sterne) l.! (doch von Sonne, Mond stets scheinen) MGladb, Allg.; wat as dat e Lichtes! ein Leuchten Trier-Mehring. RA.: De Luicht (Lampe) licht wie die Teriger (Trier-Thörnich) Noicht (Nacht) gar nicht Trier-Mehring. Dat löch wie en schwatt Kalf in den Düstern Mörs, Klev, — en Katz em Sack Sieg-Leuschd. Et muss jet dem Hellege l., wonn et ke Wass (Wachs) os, dann olt (schon) en Esseltskerz (Talg-) Prüm-Ihren. Da es ka Stere (Stern) mih, der licht da ist nicht mehr zu helfen May, Neuw, Ahrw, — de lechtet Siegld. Streiss-chen (Strauss) op dem Sterichen (Stirne) licht mengem Herichen (Herr) usf. aus dem Fastnachtsld. Bitb-Ehlenz. — Dem löut seng Nas van schierem Fusel (klarem Schnaps) Wermelsk, Allg., — löut wie en Tronsfunsel Düss; dem sein Uhren l. en half Stunn weit Daun-Katzwinkel; sing Auge dähte l. wie Löchwürmcher Köln; de es su mager, dat em de Knoche l. Sieg-Süchterschd; dem l. de Zängk (Zähne) durch de Backe so mager ist er MüEif; si ganz Gesech däht l. wie de Sonn Rip, Allg. — Dem löch de Dommhet (Fulhet, Frechhet, Wellmot, der Ondog, der Spetzbof) an den Ogen herus Rip. — Du bes en gou (gute) Keərz, du lüəts ävvel net! du stehst mir im Lichte Aach, Klev. Du bös noch ne richtige Burepönn (-pinn, Tölpel), du löchs jo noch wie ne Iərlestomp (Erlenstumpf) Sieg-Meind. Wenn de Fuss (Fuchs, Rothaariger) no hem köt, dann es de Motter fruh, dann bruch se kenn Petroleum; de Fuss, de lüət esu Dür-Frenz, Wippf-Hardt. Der os esu düər (mager), dat e lücht Aden-Engeln. De löut van lauter Fusel (Schnaps) von dem geröteten Gesicht eines Trinkers Wermelsk. — b. ət līt, — līχt, — hot gəlīχt es blitzt, namentl. in der Nacht Prüm, Bitb, Wittl, Koch, May, Kobl, Neuw; -ȳχt- Daun, Aden; -ȳt- NPrüm, Malm; det Werer (Wetter) löchtet es wetterleuchtet Siegld; et löchtet örndlich Ess. RA.: En (erstauntes) Gesicht mache wie en Bock, wenn et lücht Aden-Engeln. — c. die weissen Trauben l. vor dem Färben Ahr, Siebengeb. — d. die Eier l., sind durchsichtig, klar, frisch Schleid-Scheven. — e. Samen, Blatt-, Halmfrüchte l. sching (schön), — hon sch. gelicht [Bd. 5, Sp. 418]
stehen grün, saftig Bitb. — 2. trans. a. wie nhd.; hul det Lämpche en leicht mer emol! Rhfrk, Allg.; löut mech ens, ech mott et Peərd fore (füttern)! MGladb, Allg.; löch dem es de Trapp erop! Rip, Allg.; am Martinstage wurden bis ca. 1880 de Bomm (Bäume) gelüət mit brennenden Fackeln beleuchtet Eup-Raeren. RA.: De Lamp es gut, vor em Dode ze l. sie brennt schlecht Birkf. Woste (willst du) l.? zu dem, der dem Arbeitenden müssig zuschaut Mörs-Schwafh. A.: Ek kann niet siehn. B.: Dann batt (nützt) dech ock kenn L. Mörs, Geld, Kemp, Dür-Gürzenich, Sieg-ODollend. Bie (wie) ka mer em Blännen (Blinden) l.? Driss (scheisse) in en Lüch un gangk für, da küt de Bl. dem Geroch noh Neuw-Asb. Do kannste net dren l., sös (sonst) wösste mih; löch dem es ener dren, kener wiərd schlau us (van) dem! Sieg-Ägid. Do kann kener henger (hinter) l.; wemmer h. alles l. könnt! Rip, Allg.; bi wät l. Altk-Betzd. — b. übertr. α. absol. αα. -īχt- Umschau halten Bitb-Dahlem. — ββ. -ȳət-, l. stohn müssig stehen Schleid-Hellenth. — γγ. -ȳt- schlummern Dür-Stdt 1880. — δδ. -ūχt-, l. gohn am Winterabend ins Nachbarhaus zur Unterhaltung gehen Bitb-Badem; s. uchten. — β. einen l. αα. lott hej noch es komme, ek sall öm l.! ihm helfen, ihn ordentlich vornehmen Klev, Mörs, Neuw-Kurtschd. — ββ. einem ein paar l.; ek löch ər dech e paar! ohrfeige dich; he hät er öm en gelöch Kemp, Erk; dem hon ich änt (e paar) geleicht Simm-Laub. — γγ. einem heiml., sich an ihm rächen, ihn verprügeln Allg. nach dem Nhd. — γ.αα. einen nicht l. können, nicht leiden mögen; den kann ich nət l.; die könne sich net l. Ahrw, Rheinb, Bo, Köln, MülhRh; ech kann em net l. Kref; hej kann öm ni l. of siehn Klev. — ββ. einen herausl., hinausweisen; doə socks (solltest) mech helpe, den Kerl eruszelüəte Eup-Raeren; enge lȳtə Malm-Vith, Dür. — δ. Kleidungsstücke droflüchte so lange anziehen, bis sie nicht mehr zu gebrauchen sind, draufschlappen Neuw-HeimbWeis. — Abl.: die Leichterei, dat Gelöch(s). | | wetter-leuchten schw.: 'fernes Erscheinen von Blitzen ohne Donner', wedder-, werrer-, weller- leichde (-laiχdə, -laidə) [verbr., Krämer Gal 242 Steinmetz], -läächde, -leechde (-lχdə, lēχdə) [Heeger Südostpf. 19], -lääche, -leeche (-lχə, -lēχə) [KU-Hundh RO-Nd'mosch Odh KL-Enkb Erlb Fischb Hoheck Hütschhs Weilb PS-Hintwdth LU-Opp NW-Ellstdt Kallstdt SP-Dudhf LA-Gommh BZ-Dierb Wilgws GH-Kand Lambert Penns 178 Buffington-Barba Penns 85], -läiche (-lęiχə) [ KU-Schmittw/O]; Part. Perf. weddergeleicht [vereinzelt, Steinmetz], -geläächt, -geleecht [ LA-Böbing Nd'hochstdt], gewerrerleecht [ KL-Pörrb], gewedderleecht [Lambert Penns 178], gewedder- leicht [ HB-Lu'thal]. 's werreleecht, -läächt [mancherorts]. Wann's werrerläicht, kiehlt sich die Luft ab [ KU-Schmittw/O]. Im Summer dunnert's un wedderleecht's [Buffington-Barba Penns 84]. Volksgl.: Es gebt ken Obscht, wann's in die Bliet wedderleecht [Fogel Beliefs Penns Nr. 1087]. — Mhd. wëterleichen, -litzen 'blitzen, wetterleuchten' [Bd. 6, Sp. 1293] ( Lexer Lexer III 807). — RhWB Rhein. IX 465 wetterleuchten, -lichten; LothWB Lothr. 539 wetterleichen; ElsWB Els. I 548 wetterleichen, 549 -leichnen, ALA II K. 282. |