Krut [Krùt Urbis; Kryt Sier. u. nö. fast allg.; Krœyt Bühl Aschb. N.; Pl. Kritər(ə), Kræitər] n. 1. Pflanze, Pl. bes. heilkräftige Pflanzen: er suecht Krüter Bf.; e Thee von allerderhand Krüterⁿ Hf. s. Krütle 2. 2. Kohl, bes. Weisskohl, überh. die zahlreichen Brassicaarten: am Grüendungersti isst mr nünerlei K. Ingenh.; grüen K. (auch Grüenk.) Spinacia oleracea Str. Kirschl. 2, 9. ‘For grüen Krut zwai Su ’ne halwi’ Pfm. II 1. s K. iⁿschnideⁿ um Sauerkraut zu machen, ab kocheⁿ Ruf. Es is (steʰt, leit, faʰrt) keiⁿm Bur im (in s) K. schadet niemand Su. Str. Ingw. Dis macht s K. nit fëtt ist unerheblich Str. S is alles undereⁱnander wie K. un Rueweⁿ Dollern. Spw. Spëck un K. füllt deⁿ Bueweⁿ d Hut Sier.; K. un Fleisch Sauerkraut und geräuchertes Schweinefleisch K. Z. Besser e Lus im K. aˡs gar keⁱn Fleisch ein magerer Vergleich ist besser als ein fetter Prozess Obbr. Nix han is e ruʰigi Sach, awer K. un Fleisch is äuʰ gut Bühl. K. verkaüfeⁿ ausgelassenes Spiel in den Kunkelstuben Dü. JB. XIV. Durcheinander: ‘Krütt un Käs un blöuji Blüemle’ FrançoisikHusm. 33. 3. Blätter an Kartoffeln: Grumbereⁿkrut, an Rüben: Ruebkrut U.; Flusslock (s. Fischkrut): ‘Item men sol (beim Fischfang) keinen korp hencken in das krut’ Str. 14. Jh. Brucker 174. 4. E liederliʰs K. leichtsinniger Mensch Hf. 5. †‘Kraut und Loth’ Pulver und Blei Zwinger bei Mieg 1, 172, Nr. 66. Zss. Krutkopf, –salat, –schnider, –ständel, –storzeⁿ; Krüterlaxier, –säckel Bf., Krutdorscheⁿ. Demin. | | PfWB ElsWB Zucker-kraut -u- Mörs-Neuk n.: im Vers: Hennemänn, Pennemänn, pupen, wen hät dech gerupen? Z. on Branndewin, dat sall för den Hennemänn sin. | | PfWB RhWB Zuckerhuetkrut n. Kopfkohl in spitz zulaufender Form, Brassica oleracea capitata Kirschl. 1, 56. |
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