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 ElsWB Kutt I (Bd. 1, Sp. 481a)   RhWB Kaute II (Bd. 4, Sp. 345) 
  PfWB  LothWB  RhWB Kutt I [Khyt U. W.; Khàùt Ndrröd.; Khœyt Schleit.; Pl. –ə] f. Grube, Vertiefung, Loch bes. um Kartoffeln, Bohnen, Hopfen u. s. w. zu setzen oder Rüben u. s. w. auf freiem Felde oder im Garten zusammen einzugraben; Lager eines Hasen; e K. am (im) Bett eine Lagervertiefung

[Bd. 1, Sp. 481b]
im Bett; im Stroʰ Lagerplatz eines Tieres auf dem Stroh Z. Demin. Küttel(e) [Khitələ Str. Wh.; Khitl K. Z.; Khæitl Ndrröd. Schleit.] n. 1. Grübchen in den Backen: zei mⁱr din K.! sagt man den kleinen Kindern, um sie zum Lachen zu bringen.2. Podex (Kinderspr.) ‘Kutt Grube Loch; Küttele’ Klein.Schweiz. 3, 572. Hess. 195.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB Kaute II kaut, –ǫu- Saarbr [im Monophthonggeb. -u-], Wend sö. Pfeffelb Erzw Ilgesh Sienhachenb Schmidthachenb Bärenb, Meis, Kreuzn, Simm, Goar, Bernk-Rhaunen [in Kreuzn, Simm, Rhaunen, NGoar am selben Orte mit kaul], Altk; kudə Siegld; Pl. -də f.:

[Bd. 4, Sp. 346]
Grube, Kaule, sei es von Natur, ohne Absicht entstanden, sei es absichtlich zu bestimmten Zwecken von Menschen hergestellt, z. B. Halsk. Halsgrube; eich schlehn der in die K.; Hinkelsk. Wühlloch der Hühner; Gemise-, Mischte-, Brech-, Leihme-, Sandk. — Bes. frühere Bezeichnung für eine Eisensteingrube, die nur Tagebergbau trieb (noch Grubennamen, wie Silber-, Kupferk.), heute verächtl. Grube, Schacht Altk, Siegld; e Keitche die kleine Vertiefung, wie sie Kinder bei Spielen mit dem Absatz drehen, zunächst beim Klickersp. Keitche, Keitches (mache, spiele), Kaut werfe, no de K. w. (s' Keitches (Kittches) sei Siegld); beim Sausp. (s. d.) Kuttches, Kutt dreiwe [Kuttens Kobl-Neuend], mit dem Ruf beim Wechseln der Löcher: rond erom om die Kutt, ein-, zwei-, dreimol! Kobl-Neuend; ri, ra, rommel di bomm, wer kä Kutt hot, der es drom! Saarbr-Sulzb; mit dem Rufe: progockel vor mei Kutt! will der Spieler seine K. schützen Saarbr-SJohann. — Alle Minudde Ball in de Kudde; ech benenne on bekenne, dat der Kaiser läift ein Laufsp. Siegld. — Abseits kūt, Pl. -tə Höhle, Strohmiete, welche Kinder sich bauen Erk-Doveren.