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 ElsWB Kalb (Bd. 1, Sp. 432a)   PfWB Kalb(s)-auge (Bd. 4, Sp. 22) 
  Kalb [Khàlp allg.; Khàləp Betschd.; Pl. Khàlwər Su.; Khèlwər Katzent. Dü. U.] n. 1. Kalb, etwa bis zu 3 Monaten. Spw. Deⁿ richeⁿ Lüt iʰri Töchter un den armeⁿ Lüt iʰri Kälwer sin bal alt genue Str. Rätsel: ‘Was isch ’s Best am Kalbskopf? — s Kalb!’ Buchsw. Stöber Volksb. 396. ‘Es leret sich alle Stunden selber Das küw im stall geperen kelber’ Murner Schelmz. 51. 2. roher, unvernünftiger Mensch: sufeⁿ wie e K. ‘Ich Kalb! Hät i ’s gewisst wie rych er isch’ Pfm. I 7. Rda. s K. macheⁿ sich ungebunden benehmen, sich auf dem Boden herumwälzen u. s. w. Kalb Mosis Dummkopf Str. ‘Do erkenn i glych ’s fyri Kalb un jede schwarze Veauel, wo e Hex drinne stekt’ Pfm. IV 5. Demin. Kälbli, Kälble, Kälbel [‘Xalpli Fisl.; Khalpli Sier.; ‘Xèlpalə Attenschw.; Khalpalə Steinbr.; Khèlwlə Obhergh.; Khalwlə M.; Khalwl Barr Ndhsn. K. Z. Han. Betschd.; Khælwl Str. Kindw.] n. Kälbchen. Rda. s K. aⁿbindeⁿ sich erbrechen Obhergh. Eiⁿ m e K. a bindeⁿ etwas weis machen ebd.; s K. ablossen Spektakel machen, Zoten reissen ebd. Rda. ‘Im Kälwel in's Au schlaaue’ ohne Absicht etw. sagen, das jem. beleidigen kann

[Bd. 1, Sp. 432b]
Str. CS. 56. — Schweiz. 3, 215. Bayer. 1, 1238. Hess. 190.

 

   Kalb(s)-auge n.:
1. 'großes Auge', Pl. Kalbsaue [ KL-Matzb], -aache [ GH-Schwegh]; vgl. PfWB Glotzauge 1. —
2. = 'Margerite (Chrysanthemum leucanthemum)', Pl. -aue [ KU-Einöll], -aa (-ā, -) [verbr. NPf nördl. WPf], -aage (-āgə) [ LU-Opp], -aaje (-ājə) [ NW-Kallstdt]. — Südhess. III 1050; RhWB Rhein. IV 69/70; LothWB Lothr. 271; Bad. III 53. —