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 ElsWB heisseⁿ (Bd. 1, Sp. 381a)   ElsWB heischeⁿ (Bd. 1, Sp. 386a) 
  heisseⁿ [haisə Su. Dü. Dessenh.; hèisə M.; hǽsə Barr; hæisə K. Z. Betschd.; hásə Bühl; hǽə Lohr Lorenzen Wh.] 1. heissen, den Namen haben. Guet was guet heisst wirklich, sehr gut K. Z. Ein Kinderliedchen beginnt: Wie heis? — Hans Geist (s. u. Hans). S heisst eppeⁿ man spricht auch davon, man sagt z. B. (dass er tüchtig sei) Su. S werd noch eppes h. es wird noch viel Arbeit kosten Geberschw.; Syn. Dis will eps h. U. 2. auffordern, befehlen. Iʰ hab ihne h. kummeⁿ. Ich hab ⁱʰne gheissen e Kummission macheⁿ Hf. ‘wie heischstu?’ heissest du Pauli 338. — Schweiz. 2, 1684. Bayer. 1, 1176.

 

  PfWB  LothWB  RhWB heischeⁿ [haiə Sier. bis Str.; hæiə K. Z.; hèiə M.; hǽə Barr Dehli.; Part. khaiə, khèiə, khǽə] 1. begehren, verlangen. [Wàs hèiə-n-ər fer ùiər Ros? M.] Wënn r mⁱr das Gëld nit bal bringt, so heisch ich s iʰm Dü. [tər ‘Sori (Georg) hèt en tər Mìatər Prût khaia Dü.] Jemand, der mit Reden gefoppt wird, antwortet gleichmütig: Sajeⁿ können iʰr, was iʰr wëˡˡn, h. mⁱr nur keⁱⁿ Gëld! Dü. 2. abs. betteln. Lieber will iʰ stërbeⁿ aˡs geʰⁿ geʰⁿ h. Sier. Si lëweⁿ vom H. Geisp. Scham diʰ für ze h.! ‘I muss doch heische gehn! Do schlich i so um d’ Hüser erum’ Wasselnh. 1817 JB. XI 73. ‘Im vierten Jahr thut er heischen Brod’ aus einem älteren oberels. Volksl. Als.

[Bd. 1, Sp. 386b]
1854/55, 174. ‘heischen betteln’ Klein. ‘was höschent ir?’ Parz. 307; 3. ‘betteln oder heischen’ Str. 15. Jh. Brucker 7. ‘were ouch eins also arme, das es nit den vollen hette und heischen müsste’ ders. 34. ‘was heischt ir dann von einem jeglichen = frz. que demandez vous donc d'un chascun Antw. 15 Rx.Martin Coll. 34. ‘heischen vnd heissen demandez ou commandez’ Martin Parl. N. 39. 3. eineⁿ h. auffordern, gewöhnlich: [tsə Kəmǽnərôt hæiə den Gemeinderat zur Sitzung einladen Hf.] ‘heischen’ Chron. Schweiz. 2, 1754. Schwäb. 271. Hess. 160. Bayer. 1, 1184.