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 ElsWB Deühënker (Bd. 1, Sp. 356a)   RhWB Teufänker (Bd. 8, Sp. 1145)   PfWB Deu-henker (Bd. 2, Sp. 244) 
 Deühënker [Tèihakər Liebsd. bis Zinsw.; Tæihakər K. Z.; Tèihækər Str.; Tèihèkər Rothb. Aschb. Ndrröd.] m. 1. Teufel (Glimpfwort; zum Bestandteil Hënker vgl. Schinder). Foʰreⁿ wü dr Deihënker scharf drauf los fahren Z. JB. VII 197. Dr D. soll dich holeⁿ! driⁿ schlaⁿ! Su. (Geʰ) zuem D.! Ingw. Alli D. han siʰ gegen e (ihn) verschworeⁿ Dessenh. 2. böser Bube, unbändiger Bursche. Synon. Deichert. Demin. Deihënkerle böses Kind. — Schweiz. 2, 1464. Schwäb. 79.

 

 Teufänker verhüllend für »Teufel«, wie Deuker, Deiker gebildet, u. zwar daifęŋgər, dęif-, deif-, –feŋgər Rhfrk, Mosfrk [deifiŋgər Kreuzn-Hasenb, Bernk-Allenb, Simm-Budenb Gehlw Laub Schlierschd, Trier-Ld, Bitb (u. -ø-); -fęŋgərt Merz-Bergen Mondrf; -faŋkər May-Monreal; -węŋgər Wend vielf.; dęifheŋgər Kobl-SSebastian; dęibheŋgər u. dęi- Saarbr u. letzteres Wend-Dörrenb Sien; dęihinŋgər Ottw-Neunk; deiwəkər Prüm-Mürlenb Ihren; deizaker Mürlenb, -zəkər Ihren, -zikər Trier-Waldrach]; dø·y.fęŋkər Rip in Aden, Ahrw, Schleid, Malm, Monsch, Jül, Sieg, MülhRh, uWupp, Sol, Duisb, SNfrk in Geilk, Heinsb, Erk, Kemp, MGladb, Neuss [dø- Kemp-Lobberich; dei- Geilk-Süggerath, Heinsb-Kirchhv, Viersen; dȳ:- Malm-Bütgenb, Schleid-Ahrhütte, Monsch-Vossenack, Grevbr-Nievenh, Geld-Hinsbeck; deifiŋkər Heinsb-Karken; døyfęntər Kemp-Grefr Vinkr Sg. t. m.: 1. Teufel, in Flüchen, Verwünschungen; der D. nochmol, — höllt dech, — sall dech holle! D., wat es dann dat? Dat glöf der D. Rip, Allg.; der D. soll dech geheie! Wittl-Binsf, May-Trimbs, — dreht dich on! Bitb-Bickend; dat dech der D. verschlög! Sieg-ODollend; der D. hät dich Kerl em Sack! du hast alle nichtsnutzigen Streiche im Kopf Kobl-SSebastian; zum D.! Geh zum D.! Rhfrk, Allg. Wann's rent (regnet) on schneit on der D. es geheit, dann es de Sulzbacher Kerb nemmeh weit

[Bd. 8, Sp. 1146]
Saarbr-Sulzb. — 2. übertr. a. verächtl. Taugenichts, Schelm, oft halb anerkennend; durchtriebener, sehr schlauer Mensch; du D.! Allg. — b. verächtl. dickfelliger Mensch, ohne Manieren; ongerucksten (ungerösteter) D.! Prüm. — c. anerkennend; den es de flenke D. fleissiger Arbeiter Merz-Saarhölzb. — d. glotter D. verächtl. einer, der wählerisch im Essen ist Trier-Schleidw.

 

   Deu-henker m.:
1. verhüllend für 'Teufel', Deihenker (daihęngər) [verbr. nördl. u. mittl. VPf Lambert Penns 39 Rußl-Worms Buch-Illisch], -hinker [verbr. vorn. südl. WPf u. VPf Rußl-Sulz Katharinenth Gal-Bruckth], Deinker (daingər) [verbr. Gal Buch], Deibhenker [ KU-Schmittw/O], Deiwenker [ Don-Alexandershs], -winker [ Don-Gertianosch]. Zum Deihinker!, Verwünschung [ LA-Rhodt]. Fahr zum Deihenker! [ ZW-Bechhf]. Schaff dich zum D.! [ NW-Kallstdt]. Vun wu, zum Deinger, wissen ehr, daß mer aach Pälzer sin, wie ehr? [ZeitwGal. 1954, S. 43]. Was der Deihenker! [Kühn Hamet 102]. Der Deinger soll dich hole! [ Gal-Dornf]. Wann dich nore de Deihenker emol hole dät! [ KL-Hirschhn]. De Deihinker muß uf de Kerwe sellen Steiersekretär vun de Stadt herfihre, mit seine schwarze Grulle (Kraushaar) un seim Zwicker uf de Nas! [Hartmann in PfRSch 25. 12. 1927]. Huckt dann der Deuhinker kettelos in ich (in euch)! [Zahn Einkehr 129]. Desmol awa isch's um än Rock un um zwää lange Zepp (Zöpfe) gange, un do hot jo meischtens de Deihenker sei Hand im Spiel [Feierowend Nr. 31/1966]. RA.: Er rennt wie de siedig (siedende, wütende) D. [ LU-Friesh]. Bei starkem Sturmwind: Do hot sich wirrer so en Deihinker ufg'hinkt [ BZ-Dernb]. Dene hot de Dei-

[Bd. 2, Sp. 245]
henker geritte [Krieger 21]. —
2. 'wilder, teuflischer Mensch', Schimpfw. Du Deihenker! [ LU-Opp], Deibhenker [ KU-Schmittw/O]. — Aus Teufel + Diebhenker. — Südhess. I 1482/83, 1493; RhWB Rhein. VIII 1145; Saarbr. 44; LothWB Lothr. 83; ElsWB Els. I 356; Bad. I 471.