Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 ElsWB händleⁿ (Bd. 1, Sp. 348b)   RhWB handeln (Bd. 3, Sp. 205) 
 händleⁿ [hantlə Su. Dü. Hf. Ingenh.; hêntlə Geud.; hįnlə Geisp.; hntlə K.; halə Mütt.] 1. händeln, streiten, sich prügeln. 2. mit den Händen auffangen: Kaⁿⁿs du dëⁿ Balleⁿ hängleⁿ? Mütt. Schweiz. 2, 1409. Bayer. 1, 1126.

 

  NRhWB handeln schw.: 1.a. Kaufgeschäft, bes. Viehhandel treiben, hausieren. Nüs ze h.? ruft der Viehjude dem Bauer zu; ke Geschäfche ze mache? Rip, Allg.; met ebbes h. feil bieten Saar, Allg.; met enem op en Koh h. Rip, Allg.; ech hän om Perdsmart zwei Perd gehandelt Rip, Allg.; de Kih iwer Hed (Haupt) gehannelt im ganzen, ohne Stück für Stück extra zu bewerten, auch eine Arbeit im ganzen übernehmen Wittl, Bitb. RA.: Enen ärme Jüd kann net h. Kemp-Süchteln.

[Bd. 3, Sp. 206]
Besser Föngerlangk gehandelt wie Armslangk geschafft Trier, Kreuzn. Der handelt ful Eier ist nichts zuverlässig NBerg. Beim H. muss mer de Ogen opduhn oder de Beggel (Beutel) Prüm-Mürlenb. Ver h., ver h. mit Briketts, un wenn dat Peərd net trecke wellt, dann haue ver em op de Stetz (Sterz)! Erckörrenz. Erst handel met de Mann en lof (lobe) öm dann! Klev-Kessel. Wann einer nit weiss, bie e kapot sall gohn, dann fängk e met ale Perd an ze h. Neuw-Etschd. Ber (wer) met Dreck hannelt, kimmt en Schweinerei von unlauteren Geschäften Neuw-Datzeroth. De hannelt met Naupen er ist launisch Westerw. Et as schod (schade) fir den, et as e gode Kerl, awer en handelt e biss-che vill mat dem Gedrinks (Getränke) er ist gerade kein Säufer, trinkt aber gern einen Bitb-Seimerich. Wann de Frauleit gehandelt giewen wie de Kih, su bekiem (bekäme) die lo (da) den Streck net vum Hals von einer katzigen Frau Trier-Schleidw. — b. feilschen mit einem, um den Preis; do werd net lang gehannelt! Saar, Allg.; N. handelt emmer arg; he hät met mer gehandelt, bes e 10 Mark herafkreg; he handelt luter vam Pris; met sech h. losse Rip, Allg.; ech lot mek h. NBerg. — c. kleine Tauschgeschäfte treiben, unter Kindern Allg. — d. ein Kartensp. mit 1 oder 2 Spiel Karten, wobei nach einem Einsatz seitens jeden Spielers in eine gemeinsame Kasse die ausgegebenen Karten nach ihrem Trumpfwerte gegenseitig verhandelt werden können; am Schlusse erhält die höchste Trumpfkarte den Kasseneinsatz Neuss-Nievenh Stdt, Kref. — 2. übertr. a. seine Handlungsweise einrichten, nach dem Nhd.; rech, onrech, ihrlech, oprechteg h. Rip, Allg. — b. dat Boch (et) handelt van ...; et handelt sech öm die Sach nach dem Nhd. RA.: Wann et sech öm et Bendremen (das Binden der Riemen) handelt in höchster Not Malm-Bütgenb. — c. hampeln, unbeständig sein; säumen, zögern Gummb-Dieringhsn, Erk-Körrenz (-ę·ŋ.ə-), MGladb. — d. -ęnd- Händel stiften Saarbg. — Abl.: die Handelerei, det Gehandels.