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 ElsWB Stei(n)grueb (Bd. 1, Sp. 268b)   PfWB Grube (Bd. 3, Sp. 463)   PfWB Mist-grube (Bd. 4, Sp. 1350) 
  PfWB  LothWB  RhWB Stei(n)grueb f. Steinbruch allg. — Schweiz. 2, 695.

 

   Grube, Grübef.:
1. 'vom Menschen gegrabene Vertiefung im Erdboden', Grub (grūb), Pl. Gruwe [vereinzelt WPf NPf], Grib (-ī-), Pl. Griwe [verbr. mittl. u. südl. VPf, s. Bertram § 159]; vgl. PfWB Kaute, PfWB Loch, PfWB Schanze. Zs.: PfWB Pfuhl-, PfWB Dünger-, PfWB Eis-, PfWB Gold-, PfWB Kies-, Lehm-, PfWB Mist-, PfWB Sandgrube. SprW.: Wer annere e G. gräbt, fällt selbscht enin [KU-Schmittw/O, Schandein Ged. 141 Horne Penns 99 Gal-Obersd]. — Im besonderen:
a. 'Vertiefung für die Überwinterung der Feldfrüchte' [verbr.]. Zs.: Grundbirnen-, Rüben-, PfWB Rummelngrube. —
b. 'Vertiefung, in die der Klicker geworfen wird' [ KU-Lauteck LU-Altr]. Zs. PfWB Erdgrube. Syn. s. PfWB Kaute. —
2. 'Grab'. o. J.: niemand offenbahren, sondern ewig und biß in seine Grube verschweigen [Sunndag Nr. 45/1956 S. 7]. —
3.
a. 'Kohlenbergwerk' [SWPf]. Zs. PfWB Kohlengrube. Er fahrt in die G. [ ZW-Bechhf]. Er geht uf die G. 'arbeitet im Bergwerk' [ KU-Schmittw/O]. Der Fahrsteijer befährt die G. [ WD-Niedkch]. —
b. FlN., der an die ehemalige Quecksilbergrube erinnert: An Gruwe [ KU-Kaulb]. Zs.: PfWB Eisen-, PfWB Kalk-, PfWB Letten-, Loh-, PfWB Sau-, Schelmen-, Schinder-, PfWB Stein-, PfWB Wolfsgrube. —
4.
a. 'Vertiefung am menschlichen oder tierischen Körper', meist im Dim.
α. 'Grübchen im Gesicht', Gribche (grībχə), Pl. -er [mancherorts WPf NPf nördl. VPf], Griwelche [ LU-Altr], Griwel, Pl. Griw(e)le [ NW-Geinsh LA-Knöring Venn], Pl. Griwlich [ BZ-Nd'horb]; vgl. PfWB Delle 2 f, PfWB Käutchen. Zs.: Bart-, Kinn-, PfWB Lachgrübchen. Was hot des Kind schäine Griwle! [ NW-Geinsh]. Das werd mol e schäänes Mädche, es hot schun jetzt Gribcher [ RO-Alsbr]. —
β. 'Höhlung oberhalb eines Organs', s. PfWB Hals-, PfWB Herzgrübe. —
γ. Pl. 'Vertiefungen in den Zähnen der Pferde', Gruwe [ KU-Hundh WD-Niedkch PS-Schmalbg]. Das Pärd hat schun die G. ausgebess, es es alt [ WD-Niedkch]. —
b. 'Mulde im Gelände'. a. 1579: Wiesen in der Grüben [StArch. NW-Wachh, Morgenb.]. — Südhess. II 1485/86; RhWB Rhein. II 1443; LothWB Lothr. 218; ElsWB Els. I 268; Bad. II 481.

 

 -grube, -grübef.: = PfWB Mistkaute, Mischt-, Meschtgrub, s. PfWB Mist [ NW-Haßl LU-Limbghf, mancherorts Don], Meschtgruw (-grūw) [Mang 182], Mischt-, Meschtgrieb (-grīb) [PS-Erfw NW-Frankeck Geinsh LU-Böhl LA-Gommh Siebdg Wollmh BZ-Annw Dierb GH-Kand Bergz (Kamm 20) Heeger Südostpf. 19]. RA.: Mer meent, der hätt e M. im Hals, bei starkem Mundgeruch [ NW-Geinsh]. Einen VR. s. PfWB Birkweiler. a. 1596: Ein Hoffstadt mit sambt ... altten gebewen ... Ställen ... mistgrueben [WerschwSchR 221r]. Südhess. IV 687; ElsWB Els. I 268. —