guckleⁿ, gückleⁿ [kùklə Felleri.; kyklə Geberschw. Dü.; sonst kiklə allg.] 1. neugierig und verstohlen blicken (bes. durch Spalt oder Schlüsselloch, lauern; mit halbverschlossenen Augen sehn, bes. die Maistube von aussen beobachten Sesenh. ‘Endlich fing ich an ein wenig zu gücklen’ Mosch. Bobertag 82 CS. ‘Wer kummt? .. I gyckel un i luster’ Pfm. V 4. ‘Was gickelsch denn so frindli dryn, Du Sternele dort drowwe?’ Bernhard Schk. 73. ‘Looss mich e bissel gyckle (im Wochenblatt), wer in d’ Kimbett isch g'kumme’ Hirtz Ged. 244. 2. herausschauen, zum Vorschein kommen: d Blüeteⁿ kummeⁿ schoⁿ geʰⁿ g. Ruf. — Schweiz. 2, 195. | | Gigolo m.: 'wer schielt' im Schimpfw.: scheeler Giggolo [ KB-Kriegsf]; vgl. PfWB gückeln 3 a. |
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