an gë(n) 1. angeben, anzeigen, anmelden: deⁿ Tubak a. g. die Tabakspflanzen für die Steuer anmelden. Der het ⁱʰne a. g. verraten. Du wurs on gën beim Lehrer, häufige Drohung unter Kindern Dunzenh. Ingenh. Sin Spiel a g. die im Spiel vorhandenen Punkte, Augen, Trümpfe oder sonstigen Werte anzeigen. D Karten an gën die Karten zuerst geben Hf. 2. in die Feder diktieren Hi. ‘angeben auffzuschreiben dictare’ Dasyp. 3. raten, einreden, überreden. Wer het üʰ dis angën? wer hat euch diesen Rat gegeben? Er het s ⁱʰre guet angëⁿ er hat sie überredet Su. — Schweiz. 2, 81. Bayer. 1, 865. | | PfWB strotzen -ǫ- nach dem Nhd. in Anwendung, sogar in Klev, schw.: 1.a. üppig gedeihen, kräftig, gesund sein; in der Wend.: Hä strotz va (vür) Gesondhet Rip, Allg. — b. in der Wend.: De Baam strotzt von Äppel hängt übervoll Rhfrk, Merz, Hochw, Sieg-Bellinghsn, Schleid-Nettersh, Dür, Jül-Dürboslar, — es (hängkt) gestrotzt voll Ottw-Heiligenwald; den Sack (udgl.) stäht strotz eweg ist prall gefüllt Saarbg. — 2.a. trotzen, widerspenstig sein; das ungezogene Kind str. Prüm-Mürlenb 1860. — b. prahlen ebd. — Abl.: die Strotzerei, dat Gestrotz, den Strotzer (zu 2). |
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