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 ElsWB an gë(n) (Bd. 1, Sp. 195b)   PfWB an-bringen (Bd. 1, Sp. 214) 
 an gë(n) 1. angeben, anzeigen, anmelden: deⁿ Tubak a. g. die Tabakspflanzen für die Steuer anmelden. Der het ⁱʰne a. g. verraten. Du wurs on gën beim Lehrer, häufige Drohung unter Kindern Dunzenh. Ingenh. Sin Spiel a g. die im Spiel vorhandenen Punkte, Augen, Trümpfe oder sonstigen Werte anzeigen. D Karten an gën die Karten zuerst geben Hf. 2. in die Feder diktieren Hi. ‘angeben auffzuschreiben dictare’ Dasyp. 3. raten, einreden, überreden. Wer het üʰ dis angën? wer hat euch diesen Rat gegeben? Er het s ⁱʰre guet angëⁿ er hat sie überredet Su. Schweiz. 2, 81. Bayer. 1, 865.

 

   an-bringen st., schw.:
1. 'heranbringen, herbeischaffen'. Wer aanbringt, will aa mitnemme 'Wer Neuigkeiten erzählt, will auch solche hören' [PS-Schmalbg, verbr.]; dafür häufiger

[Bd. 1, Sp. 215]
PfWB hereinbringen. 's Geld is net uf un oonsebringe [ KU-Schmittw/O Kaulb KL-Hirschhn]. —
2. 'anzeigen, hinterbringen', besonders in der Schule. Der dut alles a. [verbr.]; vgl. angeben, PfWB -zeigen. a. 1530: Item was pfandbar ist, sollen die schulzen uff iren aidt rugenn vnd anbringen [Pf Weist. I 35 (RO-Als)]. a. 1602: wan zween uneins werden und sie ropfen einander, so ists die gemein nit schuldig anzubringen [PfWeist. I 63 (LU-Altr)]. —
3. 'anhängen, befestigen, anfügen', das Bild an der Wand, das Schloß an der Tür [allg.]. Übertr.: Er hot 'm ene angebrung 'ihm einen Rausch angehängt' [ ZW-Battw]. —
4. 'loswerden, an den Mann bringen, in gute Stellung bringen', die Ware, die Kinder [allg.]. Die hot ehre Oorsch gut oonbrung 'hat sich gut verheiratet' [ KU-Schmittw/O]. —
5. 'ankleiden'. Der kann sich net a. 'wird mit dem Ankleiden nicht fertig' [verbr.]. — RhWB Rhein. I 984; ElsWB Els. II 193; Bad. I 44.