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 ElsWB Atzel (Bd. 1, Sp. 86a)   LothWB Atzel (Bd. 1, Sp. 15b) 
  Atzel [Àtsl allg.; Pl. — ə.] f. 1. Elster, pica caudata. Bild der Frechheit: frëch wie en A. Mütt. Altw.; der Geschwätzigkeit: er het e Mundstück wie e A. Der pappelt französch wie en A. fliessend Rauw.; ‘wiewohl er vber alle massen als eine Atzel beschwtzt ist’ Mosch. I 72; der Unruhe: ‘hpffete ... auff dem Stul herumb wie ein Atzel die legen will’

[Bd. 1, Sp. 86b]
Mosch. II 215; der Dieberei: verstoʰleⁿ wie en A. Ingw. Rda. Wënn d A. im Wald brüelt (schreit), so kummt dr Förster: sie warnt die Holzdiebe und Wilderer Str. ‘der het ein Atzel’ Pauli 371. ‘Atzel’ Geiler Narrensch. 67. ‘eyn Atzel oder Kräy’ Fisch. Bin 45. ‘Atzeln oder Hetz’ Martin Parl. N. 560; Str. 1554 JB. IV 54. ‘Pica Atzel, Aglaster, Alster, Hetz’ Gol. 317. ‘Was het's mi nit b'elendt, wie myn gelehrdi Azzel verunglükt isch’ Pfm. II 5. 2. Star Heidolsh. 3. Amsel, Turdus merula Kerzf. Str. 4. Schimpfwort für Frauen: alti A., schëli A. Brum. 5. Perücke Str. Er het en A. uf (vgl. Schwäb. Hazel). Zss. Atzelsnest; Atzelswadel Frack Pfulgriesh. Hf. (veraltet). — Schweiz. 1, 625. Bayer. 1, 180. Die unterels. Bezeichnung steht der oberels. Ägerst gegenüber. Über Vorkommen und Ableitung s. Bruinier Z. vgl. Spf. 34, 344.

 

  Atzel [àtsəl, Pl. –n fast allg.; òtsel Ersd.; àdsəl Ri.; ètsəl Rom.; ègès Kr.] f. 1. Elster (In Lubeln auch Krähe): śtehle wie'n A. ’S isch e scheli A. E Schnawel hat das Minsch wie en A. Lix. Luschti wie'n A. Ri. 2. kleine Perücke des Vorderschädels, auch Perücke überh., aber meist im Scherz (in diesem Falle steht A. für Hatzel) wie baier. 1, 180; hess. 18, schwäb. 350;  ElsWB els. 1, 86.