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 ElsWB Ëngel (Bd. 1, Sp. 53b)   LothWB Engel (Bd. 1, Sp. 123a)   ElsWB Ëngel (Bd. 1, Sp. 53b) 
  Ëngel [Al fast allg.; Æl Str. W.] m. Engel. [Owən àm Tànəpm e ən Al] oben am Christbaum ist ein Engel angebracht Geud. Ich hab gemeint, ich hör d Ëngel im Himmel singeⁿ, pfifeⁿ schildert den Schmerz einer starken Verletzung, einer Operation. Demin. Ëngele vielgebrauchter Kosename für kleine Kinder und für die Geliebte. S sitzt e Ëngele an dr Wand, Het e Äpfele in dr Hand: Gät s gërn ësseⁿ, Het keⁱⁿ Mësser; Der liewer Herrgott gheit iʰm eins vom Himmel ʰerab, S gheit iʰm s Füessele enzwei Co. In Illz. ausführlicher: Es steʰt e Ëngele a. d. W. H. e Gackele in d. H. Möcht s gërn siedeⁿ, Hat keiⁿ Glüeteⁿ, Möcht s gërn ësseⁿ, Hat keiⁿ Mësser, Fallt e Mësser owen awe, Haüt em Ëngele s Händle ab. S Ëngele geʰt zuem Schari (Karl), Der Schari is nit dheim, S Kätzle fëgt d Stoweⁿ useⁿ, S Müsele treit dr Drëck useⁿ. Es sitzt e Tüwele ufem Dach, Lacht sich schier das Büchele ab. s. auch unter Eins zwei

[Bd. 1, Sp. 54a]
drei und vgl. JB. XII 111. In Illz. auch: S hängt e Ë. a. d. W. Het e Äpfele in dr Hand S möcht s gërn broteⁿ, Will iʰm nit geroteⁿ, S kommt e Mus un bisst iʰm driⁿ, S kommt e Mus un nemmt s iʰm drus, S komt e Kueʰ un luegt iʰm zue, S kommt e Igel un bringt s iʰm wider, S kommt e Geis un losst e grosser Bureⁿsch. Kinderreime (beim Abzählen): Ëngele Bëangele, loss miʰ lëweⁿ! Ich will dⁱr eⁿ schöneⁿ Vogel gëweⁿ, Vogel mⁱr Straü gëⁿ, Straü in dr Kueʰ gëⁿ, D Kueʰ mⁱr Milch gëⁿ, Milch in de Beckeⁿ gëⁿ, Beckeⁿ mⁱr Leiwele gëⁿ, Leiwele in dr Mueter gëⁿ, Mueter mⁱr Su gëⁿ, Su han iʰ verloreⁿ, Du bis geboreⁿ Ruf. Koselied, bei welchem man das Kind auf den Armen wiegt: Ëngele, Ëngele, fli! Schöppele, Schöppele Wiⁿ, Schöppele Schöppele Ankeⁿ, Mⁱr leˢˢn üⁿs gar schön bedankeⁿ! Hunaw.Schweiz. 1, 332.

 

  Engel I[èəl, Pl. –əⁿ allg.] m. wie hd. Engel: das git e schêner E. im Himmel heißt es von einem Kinde, das im zarten Alter stirbt. Das Demin. Engelche bedeutet weiß gekleidetes Kind bei einer Prozession. — De Engle im Himmel piffe hêre bei großem Schmerz. D'as e Gâssenengel an en Hausdeiwel zu Hause ist er unerträglich, draußen benimmt er sich anständig D. Si. En E. mit eme Waddel d. i. der Teufel, den man sich mit einem Schwanz (Waddel) versehen vorstellt. Gebet:

Owens, wann ich schlôfen gehn,
Verzehn Engeln soln mit gehn:
Zween ze Kopp, zween ze Foss,
Zween uf rechter Seit,
Zween uf linker Seit;
Zween soln mich decken,
Zween soln mich wecken,
Zween soln mich fihren
Zur himmlisch Poªt! Amen! Obd.

— Zss.

 

  Ëngel [Al fast allg.; Æl Str. W.] m. Engel. [Owən àm Tànəpm e ən Al] oben am Christbaum ist ein Engel angebracht Geud. Ich hab gemeint, ich hör d Ëngel im Himmel singeⁿ, pfifeⁿ schildert den Schmerz einer starken Verletzung, einer Operation. Demin. Ëngele vielgebrauchter Kosename für kleine Kinder und für die Geliebte. S sitzt e Ëngele an dr Wand, Het e Äpfele in dr Hand: Gät s gërn ësseⁿ, Het keⁱⁿ Mësser; Der liewer Herrgott gheit iʰm eins vom Himmel ʰerab, S gheit iʰm s Füessele enzwei Co. In Illz. ausführlicher: Es steʰt e Ëngele a. d. W. H. e Gackele in d. H. Möcht s gërn siedeⁿ, Hat keiⁿ Glüeteⁿ, Möcht s gërn ësseⁿ, Hat keiⁿ Mësser, Fallt e Mësser owen awe, Haüt em Ëngele s Händle ab. S Ëngele geʰt zuem Schari (Karl), Der Schari is nit dheim, S Kätzle fëgt d Stoweⁿ useⁿ, S Müsele treit dr Drëck useⁿ. Es sitzt e Tüwele ufem Dach, Lacht sich schier das Büchele ab. s. auch unter Eins zwei

[Bd. 1, Sp. 54a]
drei und vgl. JB. XII 111. In Illz. auch: S hängt e Ë. a. d. W. Het e Äpfele in dr Hand S möcht s gërn broteⁿ, Will iʰm nit geroteⁿ, S kommt e Mus un bisst iʰm driⁿ, S kommt e Mus un nemmt s iʰm drus, S komt e Kueʰ un luegt iʰm zue, S kommt e Igel un bringt s iʰm wider, S kommt e Geis un losst e grosser Bureⁿsch. Kinderreime (beim Abzählen): Ëngele Bëangele, loss miʰ lëweⁿ! Ich will dⁱr eⁿ schöneⁿ Vogel gëweⁿ, Vogel mⁱr Straü gëⁿ, Straü in dr Kueʰ gëⁿ, D Kueʰ mⁱr Milch gëⁿ, Milch in de Beckeⁿ gëⁿ, Beckeⁿ mⁱr Leiwele gëⁿ, Leiwele in dr Mueter gëⁿ, Mueter mⁱr Su gëⁿ, Su han iʰ verloreⁿ, Du bis geboreⁿ Ruf. Koselied, bei welchem man das Kind auf den Armen wiegt: Ëngele, Ëngele, fli! Schöppele, Schöppele Wiⁿ, Schöppele Schöppele Ankeⁿ, Mⁱr leˢˢn üⁿs gar schön bedankeⁿ! Hunaw.Schweiz. 1, 332.