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| DWB treid (Bd. 22, Sp. 97) | Lexer tregede (Bd. 2, Sp. 1502) | BMZ getraht (Bd. 4, Sp. 78b) | |||||
seit dem 14. jh. im bair.-ostfränk. sprachgebiet neben getreide (s. d.) belegt: zoll ... zwen phenninge vor getraide [Bd. 22, Sp. 98] ... ist aber der wein und daz traide im selbe gewachsen, so geit er nicht Wiener weichbildrecht 1320 in script rer. Austriac. (1794) 3, 22 Rauch; seit dem 15., stärker seit dem 16. jh. auch ins westliche schwäbische (chron. d. dtsch. städte 4, 114 [Augsbg. 15. jh.]; s. schr. 1, 174 ndr.; chron. v. Kaisheim 309 lit. ver.), ins schlesische (lehnsurk. u. besitzurk. Schlesiens 1, 288, vgl. auch treideland geist- u. weltlich. gedichte 1 [1652] 250), sächsische ( Sarepta [1578] 1a; 23b) und hessische ( wendunmut 1, 67 lit. ver.; 1, 210; schr. 736) gedrungen (vgl. auch teil 4, 1 sp. 4459f.); im 17. jh. vorübergehend auch in der hochsprache: (aus Anhalt), s. die belege unten 1 sowie treidich. in jüngerer zeit nur noch in mundartlicher literatur, s. unten Hartmann volksschauspiele; altweibermühle; zum genus. s. teil 4, 1 sp. 4458; 4459. die flexion ist stark; ein plur. treider neben sonstigem seltenen getreider (s. teil 4, 1 sp. 4469) bei Diana (1661) 1, 236; v. georg. curios. (1682) 2, 49a; taiding von 1725 österr. weist. 7, 423. eine form dreit bei dramen 4, 2186 Keller, vgl. auch drait in schwäb. ma. 2, 357; teil 4, 1, 4459. zur verbreitung in den heutigen maa. s. ebda sp. 4458; 4460, doch träd getreide auch obersächs.-erzgeb. 1, 236a. bedeutung. 'das, was der boden trägt', zu tragen III B 2 (s. d.), speciell die halm-, körnerfrüchte, meist als übergeordneter begriff zu den einzelnen gattungen (vgl. getreide teil 4, 1 sp. 4462f.): allen traidt an waiz, khorn, habern, gersten (a. d. j. 1436) monum. Boica 5, 520, seltener für eine besondere dieser gattungen: (er) bestelt wein, traid, habern und richt sich vast zu chron. d. dtschen städte (Nürnberg 15. jh.) 2, 125; anderen bodenerträgnissen gegenübergestellt: ... weingwechs, treid und kraut (kohl) 1) das auf dem felde, im halme stehende getreide (s. getreide sp. 4466): desselben sumers was gar grosser schaur, das erschlg das trait gar vast chron. d. dtschen städte (Augsbg. 1408) 4, 114; es waren im feld hinein die fruchtbarn äcker in grosser menge angebauet, und die lieben treider bereit über halb gewachsen Diana (1661) 1, 236; da gott die schnure zeucht, die gänge weit nausstrecket ja, wie das traidt ausschaut, so werd halt nacher 's mehl altweibermühle 155 Bolte; 2) als collectivbegriff für die geerntete frucht, sowohl in garben als besonders die durch dreschen gewonnenen körner: ein scheuren ohne traid, ... und voll mit troad wie's (die tenne) war, so is verbrunnen weislich sach man sy pflügen, [Bd. 22, Sp. 99] 3) im hinblick auf die verwendung als nahrungsmittel: eine menge traid, welches deine äcker dir mittheilen werden schrifften (1663) 736; ein jeder sei zu seinem theil treids und ordnung der nahrung zufrieden annales Carinthiae (1612) 210; es kamen einige galeern mit treyd von Alexio dem künig ... gesendt Germ. chron. (1538) 134b; is da troad wolfl (wohlfeil) oda teua? volksschausp. in Bayern u. Österr. 187; (Preuszen) ist ein lustiges fruchtbares land, reich an treid und vihe von allerhand geschopfen (1549) f 1b; (das land) ist voller traids und costlichs weins schauplatz des erdbodems (1572) 37a; und dise gemeine mit treide, fleisch und wein zur guten notturfft versorget Sarepta (1578) 1a; das sie auff wein und treyd wol bedacht wären antipap. eins und hundert 3, 44b. nur im sinne von 'lebensmittel', 'nahrung': und waz man bracht von plundern (habseligkeiten), traid oder petgewant, smalcz, hausrat chron. d. dtschen städte (Nürnbg 15. jh.) 2, 260; noch haben die zwen fürsten frum 4) getreideeinkunft, -abgabe: darnach wart ich losungert (steuereinnehmer) im 1457. jar und der stat heimligkeit und der stat treid und kesten bevolhen chron. d. dtschen städte (Nürnbg. 1468) 11, 748; mit mewten, zollen, geld, traid und allerhand zinsen lehnsurk. u. besitzurk. Schlesiens 1, 288. in fester verbindung den trait dienen 'abarbeiten' s. teil 4, 1 sp. 4458 und 4459 oben; vgl. auch: den zins, es sei käs, traid oder anders (a. d. j. 1561) tirol. weist. 4, 613. 5) zusammensetzungen mit treid- an erster stelle sind seit dem 15. jh. belegt, s. treidfuhre (s. v. getreidefuhre), -kauf, -schnitt, -zoll:
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| 1. BMZ getregede. die edelen getraht = daʒ korn 30,37. 2. holzwerk welches zum ausfüllen der festungsgräben dient. vgl. traht 2. — si gesâgen daʒ here dar zû fûren vile grôʒe gedraht. ê dan siʒ worfen in die graht — die gedraht si branden 6815. 6822. vgl. 188, 25. 35 E.
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