schnacksen, schnackezen, adv. mundartlich, schnellen, schnippen, schlucken Schm. 2, 566; s. DWB schnackeln. | | schnackeln, verb. ein oberdeutsches wort, einen knallenden, schnalzenden laut erheben, schnallen, schnellen, schnippen, dann auch eine rasche bewegung machen, schleudern Schmeller 2, 566; der tänzer schnackelt mit der zunge und den fingern. der schnackler, schnackezer, der willkürlich mit der zunge oder den fingern hervorgebrachte schnellende laut, das schnippchen; dann aber auch das unwillkürliche aufstoszen aus dem munde, der schlucken. ebenda, s. oben schnack 4, c; nur von der schnellenden bewegung (vgl. DWB schnacke, peitsche unter schnack 4, d): einen schnackeln, ihn schnellend schleudern. ebenda; schnaggeln, schnageln bezeichnet das zittern eines ausgespannten seiles Stalder 2, 338. übertragen: einem abschnackeln, ihm keine spottrede schuldig bleiben Schmeller a. a. o., wo noch weiteres aus der volkssprache angeführt ist, vgl. noch Schöpf 634, nach ihm bezeichnet schnagkler unter anderm auch das schnappen der klinke, den büchsenhahn. schnackeln ist eine iterativbildung zu schnacken, das ebenfalls die bedeutung von schnellen aufweist. eine andere bedeutung von schnacken (schnappen) tritt gleicher weise bei schnackeln hervor: schnaggeln, nach etwas hastig schnappen, schnaggler, m., das hastige schnappen, gierige essen Hintner 223; von der bedeutung wegschnellen aus erklärt sich verschnackeln, unnütz durchbringen, das geschnackel, geschnackelwerk, wertlose kleinigkeiten, abfälle Schm. 2, 566, verschnäcklen, aus unachtsamkeit verlieren, verwerfen, fallen lassen Schmid 473. vgl. verschnecken, verschleudern, durchbringen Vilmar 362. | | PfWB PfWB RhWB schnachleⁿ, schnackleⁿ [nàχlə Illk. Str. K. Z.; nàklə Str.] 1. durch die Nase, unverständlich sprechen Str. 2. dumm schwätzen. Wënn dër emol anfangt ze s., kummt keⁱn Katz meʰʳ drus! Illk. 3. plaudern. ‘bym e Krüstel un eme Gläsel Wiin allerlei gschnakkelt’ Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard) 1. Bdch. Strassburg 1856. 19. — Vgl. Bayer. 2, 566. |
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