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 DWB schmutz (Bd. 15, Sp. 1135)   PfWB ver-schmützeln (Bd. 2, Sp. 1267) 
 schmutz, m. kuss; nur wort des oberdeutschen sprachgebietes, mhd. smuz. der etymologische zusammenhang mit schmatz ist oben sp. 945 als unsicher hingestellt worden; wahrscheinlicher ist, dasz schmutz, aus schmugz hervorgegangen, sich zu schmiegen und dem schweizerisch-mundartlichen schmugge sich fügen stellt, da die eigentliche bedeutung, wie aus das verbum schmutzen hervorgeht, die des anziehens des mundes ist; vgl. Winteler in Paul und Braunes beitr. 14, 459; gestützt wird diese dannahme auch durch niederd. smuck, schmatz, kuss Woeste 244b; mnd. smucken, schmiegen, an sich schmiegen, küssen Schiller-Lübben 4, 266b. — schmutz oder kussz, osculum, basium, ein kussz oder schmutz gäben, affigere oscula, collabellare, deosculari Maaler

[Bd. 15, Sp. 1136]
358d; schmutz adhibent quidam pro schmatz Steinbach 2, 471; Käterle geb mir ein schmutz. Garg. 225b;

so denn füget sich die zit,
daʒ lieb an liebes arm lit,
und so mit frden on nid
küsz mit smütz wechsel git,
so daʒ ietweders kusz wil komen
hin wider da er wart genomen. ges. abent. 3, 711, 376;

mit liebem smutz
bin ich
Küntzlins.
O. v. Wolkenstein 39, 1, 24;

ich habs oft selber gehalst und gekust,
so gab sie mir ainn schmutz hinwider,
das wir da peide vieln dernider. fastn. sp. 733, 28;

mundartlich noch jetzt bairisch Schmeller2 2, 562; schweizerisch, schwäbisch Stalder 2, 337. Schmid 470; fränkisch-hennebergisch schmûz Frommann 2, 401. vgl. auch schmützlein.

 

   ver-schmützeln schw.: 'liebkosen'; 's Kind verschmitzle [ GH-Berg]; vgl. PfWB verküssen. — Zu PfWB Schmutz 'Kuß'. — RhWB Rhein. VII 1521 verschmutzen; ElsWB Els. II 491 schmutzeln; Bad. II 105.