Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 DWB schmustern (Bd. 15, Sp. 1135)   Adelung Schmunzeln (Bd. 3, Sp. 1581)   Adelung Schmūstern (Bd. 3, Sp. 1581) 
 schmustern, verb. heimlich lächeln, nebenform zu schmunstern, s. d., mundartlich niederdeutsch: in Holstein und in Hamburg smustern, smusterlachen, in sich hinein lächeln oder lachen Schütze 4, 133. brem. wb. 4, 873; in Pommern smustern, smûstern, lächeln, eine freundliche miene annehmen, sich ergötzen Dähnert 435b; im hannoverschen smuschern; im paderbornschen smûskern schmunzeln Woeste 244b; sonst smüstern (ebenda ten Doornkaat Koolman 3, 235b), auch smüsterlachen, mnd. smuserlachen, lächeln, schmunzeln Schiller-Lübben 1, 276b, bei Woeste selbst smuederlachen, was wieder mit schmunzlächeln, schmutzlachen (s. d.) sich berührt; der genauere zusammenhang beider reihen ist nicht aufgeklärt. das wort findet sich selten in allgemeineren wörterbüchern: schmustern neben schmutzen, schmutzern, schmutzlachen Rondeau 504, schmüstern, heimlich ins ohr schmüstern, dicere in aurem Frisch 2, 210a (aus Apherdiani methodus 1577).

 

  Schmunzeln, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, lächeln, besonders so fern es ein Zeichen des Wohlgefallens ist; ein nur in der vertraulichen Sprechart übliches Wort, wo es so pöbelhaft nicht ist, wie Frisch will. Eben daselbst wird auch schmutzen, schmutzlachen, schmutzeln und schmustern in eben diesem Verstande gebraucht, so wie die Niederdeutschen in demselben smunstern, smunsterlachen, smuschern, schmutzern, Schwed. smystra, und ohne Zischlaut mysa, Griech. μειδιαν, die Oberdeutschen aber schmollen und schmilen, beym Hornegk ensmilen, (S. Adelung Schmeicheln,) sagen.

 

  Schmūstern, lächeln, S. Adelung Schmunzeln.