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 DWB schachern (Bd. 14, Sp. 1961)   DWB schacher (Bd. 14, Sp. 1959) 
 schachern, verb. (aus hebr., sâchar, 'handelnd umherziehen', vgl. DWB schacher), kauf- oder tauschhandel im kleinen treiben, besonders von jüdischem hausierhandel, dann von jeder art gewinnsüchtigen erwerbs gebraucht. in commerciis fraudulenter, ad suum commodum agere, callide mercari, judaei dicunt sachern. Stieler 1701; intransitiv: und verkauffte mich gegen den frühling einem kramer, der mich unter anderen fremden hanffsamen mischte und mit uns schacherte. Simpl. 2, 176 Kurz; itzt frisch mit den Türken aus Asien, weils eisen noch warm ist und zedern gehauen aus dem Libanon und schiffe gebaut und geschachert mit alten borden und schnallen das ganze volk. Schiller räuber 1, 2 schauspiel; dasz es (das baumwollen-Mareili) in seiner jugend selber gebettelt, jetzt aber sei es durch juden und schachern, wie man sagt, bei ihrem baumwollenwesen sehr reich geworden. Pestalozzi 4, 220;

der du auf dein schachern baust.
Günther 340;

zu genieszen weisz im prachern
Abrahams geweihtes blut,
seh ich sie im bazar schachern,
kaufen wohlfeil, kaufen gut.
Göthe 6, 284 Weim. ausgabe;

auch die besten juden schachern.
Platen 249.

im bilde: ehrlicher nahme! wahrhaftig eine reichhaltige münze, mit der sich reichhaltig schachern läszt, wers versteht, sie gut auszugeben. Schiller räuber 1, 1 schauspiel;

gütiger gott, mit dir selbstja schachern sie voller gewinnsucht,
setzen das handgeld dran, denken es lohne der kauf.
Chamisso (1836) 5, 155.

transitiv, etwas schachern, handeln, erhandeln: ich kehrte nicht leicht wieder dahin (in die judenstadt) zurück, wenn ich einmal den zudringlichkeiten so vieler etwas zu schachern unermüdet fordernder oder anbietender menschen entgangen war. Göthe 24, 236; nix zu schachern? ruf umherziehender handelsjuden.

 

 schacher, m. einer, der schach spielt, versteht, schachspieler Campe.