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 DWB kitzblau (Bd. 11, Sp. 870)   DWB kiesgrau (Bd. 11, Sp. 698) 
 kitzblau, eine oberd. volksmäszige verstärkung von blau, wie blitzblau: hab mirs aber sagn laszn, die trut (hexe) soll kitzblau (von erhaltenen prügeln) nach Leipzig kumen sein. Schwabe tintenfäszl B 7b; dasz ich so roth aussich wie mein scharlachener brustfleck. auf einmal werd ich so kitzblaw wie ein ziteranischer piphahn, der mit eim tremel (knüttel) eins auf sein hochfürtigs capitoly bekumen hat. das. s. 56. bair blau vor frost Schm. 2, 347, auch fränk. Fromm. 1, 231b. 6, 468, nordböhm. kitzeblau und kîzblau Petters andeut. 46, auch kitzhêdelbeerblau Fromm. 2, 31; schwäb. aber kützblau Schmid 335. Schmeller gibt auch kitzbraun, vom gesichte, s. auch DWB kitzgrau, kitzesauer sp. 850 unten, henneb. kitzkatzegrob Fromm. 1, 232b.
Was in dem kitz- altes steckt, bleibt zu ermitteln. es gibt nebenformen: schwäb. küttblau (vgl. kütthungrige wölfe baurenst. lasterp. 183); henneb. kittsauer Fromm. 1, 230a, mrh. kitschsauer (vgl. kirrsauer); kisch salz sp. 850 unten. aber auch knitsch- klitsch- klitzblau, -rot u. a., s. Tobler bei Fromm. 5, 188. 189.

 

 kiesgrau, grau wie kies, steinalt? doch vgl. DWB kitzgrau. von einem geisterhaften greise im bergwerke:

da sitzet an der reih
ein alt kiesgrauer mann. wunderh. (1845) 1, 239 aus
Brückmanns beschr. aller gebirge.