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 DWB käupeln (Bd. 11, Sp. 361)   PfWB Kobel (Bd. 4, Sp. 390) 
 käupeln, kaupeln, kippeln, kippen; käupeln in Thüringen, z. b. mit dem stuhle k., 'auf der kippe' schwankend sich bewegen, schaukeln, der stuhl käupelt um oder über, u. ä., nach dem 'umkeipeln' abortieren Grimm myth. 1111 wol auch in Hessen; Stieler 959 keupelen, nutare, vibrari, auch einen purzelbaum schlagen (s. DWB käupeler). letzteres heiszt in Sachsen kaupeln, das kippeln mit dem stuhle, umkippen u. ä. aber kêpeln, genauer kœpeln schles. Weinh. 46awol für mhd. oü), wie gaukeln mit umlaut gäukeln, sächs. kêkeln, kœkeln (vgl. DWB kaukeln, kockeln). kaupeln ist auch thür. (z. b. nordthür. kaupelsturz m. purzelbaum, Leipzig kœkelporz), wetterauisch umfallen, stolpern, taumeln Diefenbach goth. wb. 2, 512. dasselbe ist wol, mit b für p,

[Bd. 11, Sp. 362]
ostpreusz. keibeln (keiweln) vor sich hinstolpern, dasz man zu fallen droht, umkeibeln umfallen Hennig 119. und auch oberd., schwäb. kaiplen, koiplen (angeblich g'haiplen) stolpern, taumeln, umfallen, koipelich unsicher gehend, einen 'gheipler' thun einmal stolpern Schmid 268 f., sodasz mhd. köupelen, koupelen zu erwarten ist. dazu auch mülenkeupel m. crepitaculum molendinarium Stieler 959, der schwankend hin und her geht (vgl. kippel glockenschwengel). Stieler gibt aber auch keupen und kaupen (vgl. deutschungr. këipen umkippen Schröer 69a), sie klingen an an kaupe spitze, wie die gleichbed. kappen, kappeln sp. 197 an kappe spitze (s. dazu auch kepfen), kippen, köppen zu kippe, koppe; vgl. kaupen. doch hat kaupeln urspr. ou, kaupe aber û; näher stehn daher nebenformen von gaukeln : gaupeln, gaupen u. ä., s. dazu DWB gabeln gaukeln, auch kockeln.
Wie alt aber der stamm in dieser form ist, wieder nur im volke erhalten, zeigt sein auftreten auf der englischen insel: nordengl. coup, bes. schott. in reichlichem gebrauch coup, cowpowre to overturn, bildlich bankerott machen, coup the creels to tumple heels over head, bildl. sterben ('umkippen'), und unehelich gebären. Jamieson suppl. 1, 257a; das ou ist da gleich mhd. ou wie unter kaufen sp. 323 unten, vgl. u. käufer. und auch in Schweden landsch. kppla umpurzeln, einen purzelbaum schlagen. Rietz 379a.

 

   Kobel, Kaubel1m.:
1.
a.
α. 'Federschopf von Vögeln', Koww(e)l (kowəl, kowl) [verbr. mittl. u. südl. VPf vereinzelt übrige Pf Heeger Tiere II 12 PfId. 79 Don-Schowe Torscha Rußl-Katht Sulz], Kuwwl (kuwl) [ PS-Burgalb], Kauw(e)l (kauwəl, kauwl) [Zweibr ZW-O'hs]; vgl. PfWB Kobellerche, PfWB -meise. —
β. 'Huhn mit Schopf'; vgl. PfWB Kobelhünkel; Holländer mit Kowwelcher, eine Hühnerrasse [ NW-Ellstdt]. Ich häw ach (habe auch) e Kowwlche bei meine Hihner [ GH-Zeisk], e Kuwwlche [ PS-Vinn]. —
b. 'aufgetürmtes Haar (Haartracht) bei Frauen'. Des hot e Kowwelche [ KL-Fischb], e Koww(e)l [LU-Alsh NW-Lambr Neidfs Journ. (a. 1787) 213]. Die dut de Kowwl stelle 'macht das Haar hoch' [ PS-Erfw]; gilt auch für das männl. Geschlecht: de K. bei denne Herrebuwe heitsedaa (heutzutage) [ ZW-Gr'bundb]; vgl. PfWB Gockel 2f. —
2. übertr.
a. 'Haube in Schopfform', Kowwl [GH-Zeisk Heeger Südostpf. 16]. —
b. 'Kamm des Hahns', Kowwel [LA-Venn Rohr 206]. —
c. 'Kopf'. Ich schlaa der uf de Kuwwl [ PS-Burgalb], uf de Kowwel [ RO-Als]. RA.: de Kowwel stelle 'den Kopf hoch tragen, stolz sein' [ NW-Dürkh]. — Nach Weigand I5 1086 zu ahd. kuppha f. 'Haube'; vgl. auch PfWB Kauben, PfWB Käubel, PfWB Gaube 3. — RhWB Rhein. IV 1093; Südhess. III 1219 Kaupe; LothWB Lothr. 280 Kaup; ElsWB Els. I 418; Schwäb. IV 558.