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 DWB karbatschensaft (Bd. 11, Sp. 207)   DWB kantschu (Bd. 11, Sp. 176)   Meyers Kantschu (Bd. 6, Sp. 580) 
 karbatschensaft, m.: die jungfer hatte meinetwegen eine gute dosin karbatschensaft verschlucket. Chr. Weise polit. näscher 153, wie eine medicin; vgl. DWB bengelsuppe und DWB mit der karbatsche zutrinken vorhin.

 

 kantschu, m. peitsche, kurz und dick, aus riemen geflochten, kantschuhe pl. Lichtenberg (1800) 5, 174. aus poln. kanczug (daher auch kantschuk), böhm. kančuch (nicht russisch), ungr. kancsuka; aus türk. kamtschi, lederne geisel (Weigand), lautlich stimmt besser türk. kandschuga, riemen am sattel, gepäck anzubinden. wir haben von unsern östlichen nachbarn mehrere prügelwerkzeuge erhalten, und zwar die kräftigsten, karbatsche, knute, und auch peitsche.

 

 Kantschu (v. türk. Kamtschi), kurze, starke, aus Lederriemen geflochtene Peitsche mit kurzem Stil, am Handgelenk hängend getragen und in Rußland auch als Reitpeitsche gebräuchlich (vgl. Nogeika).

[Bd. 6, Sp. 581]