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 DWB grundgebirge (Bd. 9, Sp. 813)   GWB Ganggestein (Bd. 3, Sp. 1078)   GWB Grundgebirge (Bd. 4, Sp. 527) 
 grundgebirge, n., als geologischer terminus seit dem 18. jh. geläufig; gleichbedeutend mit urgebirge (vgl. comp.-typ. 5 p): die ältesten gesteinsbildungen wie granit, syenit, porphyr u. s. w.: gr., les montagnes primitives Schwan 1, 798a; ein theil des granits scheint das gr. auszumachen A. G. Werner gebirgsarten (1787) 8; wohlverstanden, dasz ich hier nicht von herangeschwemmten bergen, sondern vom ersten grund- und urgebirge der erde rede Herder 13, 35 S.; jene sogenannten grund- und übergangsgebirge kommen jetzt wieder aufs neue zur sprache Göthe IV 23, 120 W.; dann auch weiter gefaszt: 'gr., die zumeist mehr oder weniger gefalteten ältesten gesteine einer gegend' C. W. Schmidt wb. d. geol. (1928) 109a; ebenso: an andern orten ist es dem verf. ... nicht möglich gewesen, das grundgebirg zu bestimmen allg. dtsche bibl. 51, 61; entsprechend der tieflage des stromes (der Donau) ist auch das gr. in groszer verbreitung entblöszt v. Baer red. u. versch. aufs. 2, 133; neuerlich 'gr., die alle früheren gesteinsbildungen einbeziehende gebirgsfaltung im karbon' nach G. Braun bei O. Kende geogr. wb.2 (1928) 78b; bergmännisch im sinne von ganggebirge (s. th. 4, 1, 1, sp. 1248) Adelung 2, 828 und auch später mehrfach lexikalisch z. b. Jacobsson techn. wb. 2, 163b, aber in eigentlicher fachsprache nicht nachzuweisen.

 

  Ganggestein das gangbildende (erzhaltige) Gestein; einmal im Bild[Kritik an allzuschneller Veröffentlichung wiss Arbeiten in Tageszeitungen] das Gute was dadurch gefördert wird, muß gleich vom Mittelmäßigen und Schlechten verschlungen werden. Das edelste G. das, wenn es vom Gebirge sich ablöst, gleich in Bächen und Flüssen fortgeschwemmt wird, muß wie das schlechteste abgerundet und zuletzt unter Sand und Schutt vergraben werden B23,267,26 Reinhard 25.1.13Tgb 12.2.27

Eva Beck

 

  Grundgebirgeauch -ür-, -gebirg, einmal ‘Grund-Gebirg’ (Schreiberh) B37,171,2 Ges vaterl Mus Böhm 16.8.23
a meist iZshg mit geol Theorien zur Erdentstehung: das tiefste, älteste, kristalline Gestein iUz jüngeren Sedimentgesteinen; auch in intensivierenden Vbdgn wie ‘Ur- und/oder G.’Wiederholt viele Jahre schaut’ ich mir die Felsen des Harzes, des Thüringer Waldes .. an, eh’ ich auszusprechen wagte: unser Ur- und Grundgebirg habe sich aus der ersten großen chaotischen Infusion krystallinisch gebildet N9,263,23 VerschBekenntnAuf der Chausse [zw Frankf u Darmstadt] finden sich nun Steine des Grundgebirgs: Syenite, Porphyre, Thonschiefer und andere Steinarten in dieser Epoche T2,84,27 v 25.8.97wie sich die ungeheure vulcanische Wuth .. an dem unerschütterlichen G. des Thüringerwaldes gebrochen und dieses ihm gleichsam wie ein ungeheurer Damm widerstanden B5,24,10 Ernst II 27.12.80Grund- Mittel- und Flötzgebirg B39,288 Sternbg 14.12.24 KN13,299,9 MinGeol PlpN9,9,9 Karlsbad
b iZshg bergbaulicher Nutzung: erzhaltige Adern führendes GesteinsvorkommenDie wenigen .. Blei- und Kupfergänge in dem Grundgebürge [des Thüringer Waldes], und die sich daselbst häufiger findenden Eisengänge A(N13,341,26) NachrBergbIlmenau

[Bd. 4, Sp. 528]
[Mai 81]

c in erdgeschichtl Frühzeit entstandenes landschaftsbildendes Gesteinsmassiv; einmal ‘Grund- und Urgebirge’den Lauf des G-s durch Spanien in die Karte gezeichnet Tgb 3.2.24so behält das Gestein .. mit Recht den Namen des Granits, und bildet hohe weit ausgebreitete Grund- und Urgebirge N10,122,17 Zinnformation
Syn zu a Grundgestein Urfels Urgebirge Urgestein zu b Ganggebirge Ganggestein zu c Urgebirge Urgebirgsmasse

Martina Eicheldinger