[Bd. 8, Sp. 2231] gräuszler, m., kleinkrämer. nom. agentis mit erweitertem suffix zu grausz, m. (s. d. 1). umgangssprachlich im österr., auch im mähr., seltener im schles., böhm.; oft in der schreibung gräusler; vgl. Kretschmer wortgeographie (1918) 269 f.; Popowitsch versuch (1780) 139; Schmeller-Frommann bair. 1, 1010; Loritza id. Viennense 54; Lexer kärnt. 123; Unger-Khull steir. 305a. meist jedoch entrundet greiszler (s. d.). | | greiszler, m., victualienhändler, die im heutigen österr. fest gewordene form für gräuszler (s. d.), Schöpf 212, Hügel Wien. dial. 40, Loritza id. Vienn. 54, Schmeller 1, 1010 mit weiteren nachweisen; die einkehr nahmen sie bei einem krumpfhändigen greiszler, allwo ich gleichfalls zu kost und bett gienge Abele v. Lilienberg künstl. unordnung 1, 192; dahero er (Judas) mit underschidlichen leuthen beschäftiget worden, nemblich mit einkaufern, mit verkäuflern, .. mit greiszlern, würthen Abr. a St. Clara Judas (1686 ff.) 1, 268; dazu greiszlerin Nestroy ges. werke 2, 210; Unger-Khull 305a; greiszlerladen Nestroy ges. werke 2, 37; Rosegger II 13, 338; greislerleute Nestroy ges. werke 5, 194; greislerstandpunct: vorausgesetzt, dasz die verlegerfrage nicht absolut unlösbar ist, was der fall zu sein scheint, so lange die Wiener verleger den ideenlosen greisler-standpunkt nicht aufgaben H. Lorm ausgew. briefe (1912) 247. |
| | |