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 DWB dalle (Bd. 2, Sp. 699)   LothWB Dell (Bd. 1, Sp. 85a)   ElsWB Dell(e) (Bd. 2, Sp. 674b) 
 dalletelle,f. eine kleine vertiefung, locus depressus, scheint ein diminutivum von thal, ahd. talili telili n. vallicula Graff 5, 397. täle vallicula Maaler 397b. bei Stieler 2253 tälelein. in Hessen, bei Koblenz, im Henneberg. dälle, telle Reinwald 1, 163. dänisch däl, durch eindrückung verursacht,

[Bd. 2, Sp. 700]
norweg. ist däle döle eine kleine rinne, besonders in einem acker Aasen 75 und isländ. dæld ein kleines thal, lacuna. ob das ahd. tuola f. und tuillili n. mit gleicher bedeutung, auch gleiche abstammung haben ist noch nicht sicher, dazu gehört tuele in der Schweiz (Stalder, 1, 324); dule in Schwaben (Schmid 147) und duelen vertiefung an einem körper, besonders eine durch beschädigung entstandene bei Schmeller 1, 566, beide formen können von einem verlornen starken verbum abstammen. wo sie hingedrückt hatte, eine dalle blieb, gleich als wann man in schmeer drückte Salinde 130. in der Schweiz ist bachtale ein doch nicht tiefes bett eines baches Stalder 1, 259.

 

  Dell II[dèl fast allg.; dèlt Bo. D. Si. — Pl. dèlə, dèltən] f. 1. Vertiefung jeder Art, Beule: e D. im Hut. Der Ämer isch voll Delle Fo. E D. in ebbes schlân Bi. 2. Einsenkung im Boden, Hohlweg. ElsWB els. 2, 674; baier. 1, 498 u. hess. 69 Delle; schwäb. 2, 40 Dalle, Dälle; vgl.  DWB Gr. Wtb. 2, 699 Dalle, Telle; lux. 59 Dellt; schles. Telle, Tielke Weinh. 107. Flurbezeichnungen: Dell, Delgen, Daelgen, Defertelen (Tiefental) Besl. II. 43.

 

 Dell(e) f. Eindruck in einen weichen Stoff, Beule, Schlagmal; Vertiefung in der Haut; Niederung, Tälchen St.Pfalz Hess. 69. Bayer. 498 ff. Dalle.