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| BMZ WÂFEN (Bd. 4, Sp. 455b) | PfWB Waffe (Bd. 6, Sp. 994) | |||
1. waffe. a. im singular vorzugsweise das schwert. hete mîn bruoder Hagene sîn wâfen an der hant 421,2. wer hât diz veige wâfen her getragen 1099. er twanc daʒ wâpen mit manlîcher hende 953. — dann angriffswaffe. swanne der man vihtet, sîn wâffen ûf rihtet 349,1. des tôdes wâfen ze sêre sneit 939,3. nach C, wo A zeichen; man kann auch bei wâfen an wappen denken. vgl. 807. er hete wâfens gnuoc an einer stange 188. — auch die ganze rüstung. sîn wâfen daʒ was alleʒ rôt 2997. ein ritter bî rôtem (rôten D. ) wâpen unrekant 398,5. b. im pluralis die angriffswaffen, namentlich schwerter. swer von wâfen wirt wunt 65. si leiten diu wâfen von der hant 439,1. sîniu wâffen er dô sleif 97, 13. dann alles was zur bewaffnung gehört. der helm ist iu benennet niht, noch ander wâpen, noch der schilt 161,21. welich die wâpen sîn, dâ mit wir den tûvel vertrîben 91,36, wo brünne, schilt, helm, swert genannt werden. wâpen tragen 161,6. 370,23. 618,21. 2,1. wâfen tragen 27,1. 263,18. die helde in hieʒen soumen beide wâfen und gewant 68,4. wâfen nemen s. v. a. swert nemen wehrhaft, zum ritter gemacht werden 178,4. wir wollen unsere wâpen abe legen 204, 30. beschirme si mit dînen wâpenen 141,9. vollen rât von wâpen 1631. die knaben von den wâpen ( später herolde ) 2755. — endlich werkzeuge überhaupt. einen boum mit bete sunder wâpen nider geneigen 1,51. a. wol behouwen und geebenet mit allen den wâfenen, dâ mit sie sie immer gequelen konden 117,18. 2. wappen. ditz selbe wâfen fuort er 2292. ein rat von rôtem golde erhaben. daʒ wolder zeinem wâfen haben dâ man in bî erkande 1830. ecidemôn daʒ reine tier het im ze wâpen gegeben diu küngin 741,17. als man an deme schrâte daʒ wâpen gesniten hâte 490. vgl. Gr. zu s. 59. — mit vremden wâfen 252. diu wâppen errkande 43,11. 80, 11. ich sach mîns bruoder wâpen tragen mit ûf kêrtem orte ( als zeichen der trauer ) 91,10. — das wappen wird zunächst an dem schilde, dann an andern theilen der rüstung des mannes und des rosses, auch in der fahne angebracht. dô erschein sîn wâfen an dem schilte 1138. des schildes wâpen 662,14. durch den satel der Anfortases wâpen pfligt 487,30. dô er sîns landes wâfen truoc vür den sal künec Hetelen. obene durch die zinne lieʒ man den vanen weiben 792,2. ich sihe diu Hagenen wâfen in einem segele rîche 489,3. von dem ichʒ beste hœre sagen, des wâfen wolt ich gerne tragen in dessen gefolge wollte ich sein, ihm angehören 74,18 u. anm. über s. 65. des vîndes wâfen tragen 276,19. gelîchiu wâfen tragen sich gleich sein 1,167. der sol der werlte widersagen und sol ir wâfen niht mê tragen 2,221. tragen daʒ wâfen des tôdes 7797. vgl. 807. der unfröude 12,31. des wînes 575,26. der minne 10,12. si truoc der minne wâfen, einen munt durchliuhtic rôt 130,4. man sach hie minne wâfen: daʒ sint reines wîbes ougen 46. a. ir traget sîns tôdes wâpen gar, der uns von helle erlôste ( das kreuz ) 17,16. mîn sanc süle des winters wâpen tragen 1,178. b. 3. als noth- und hülfsruf, wehe! ursprünglich aufruf zu den waffen. 3,297. o mucro wolago wâfane 1,533. a. die ursprüngliche bedeutung bricht noch in dem rufe des wächters bei dem herannahen der feinde durch: wol ûf, ir stolzen recken! wâfen, herre, wâfen 1360,3. — alle zungen suln ze gote schrîen wâfen 33,25. vgl. 1,89. wâfen! 426,3. 2311,1. 90. a. 1,41. b. 58. 171. 2,87. a. 105. a. b. 2,270. wâfen, herre, wâfen 134. wâfen, herre, iô 1,13. a. wâfen iemer wê 2, 260. wâfen immer mê 124, 66. wâfen hûte und immer mê 102,64. 263,61. — owê mir unt ô wâfen 10098. ach wê mir unde wâfen 17103. wâfen mir heut und immer mêr 414. — mit genitiv der sache. wâfen sender nôt 1,196. b. 204. b. — mit präpos. wâfen, herre, wâfen über des hellehundes list 162. ich schrire wâfen über dich 1,329. vgl. 9825. 11557. 533,13. 2,204. a. 1, 90. 2,270. nu solt ich schrîen wâfen umb ir scheiden 242,16. — wafenâ 2,9. b. 57. 1,3,45. wâfenâ, herre, wâfen 6388 u. anm. — mit genitiv der sache. wâfenâ der lieben stunde, der leide 230. 259. — wâfenô 675,18. 4372. 422,18.
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